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Eine türkische Gesandschaft am Hofe Friedrichs des Großen im Winter 1763/64

Full text: Eine türkische Gesandschaft am Hofe Friedrichs des Großen im Winter 1763/64

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oder Alutivillen und Beleidigung" zuzuf�gen/ da feine Nation auf der Welt �empfindlicher und pointill�user" sei
a?s die T�rken. �Sic sind/' so setzte or seine Schilderung fort, �von Natur sehr hardis und die, so noch niemals in
der Christenheit gewesen, curieux, alles genau 311 betrachten. Ihre freie Art kommet uns also wunderlich vor,
fie meinen es aber nicht �bel."
Noch hatte Achmet seine Keife nicht angetreten, da erhoben sich schon Schwierigkeiten. Die Pforte verlangte,
da� der Gesandte bereits in irch und Achmet, dessen
Refrain stets lautete: �wenn man ihn: wenig g�be, so bliebe er lange: g�be
man ihn: viel, so ginge er bald weg.""initcj�c�bei tiufiftt)L"ii(Sefantiifdf�fl in Berlin lif�/64-
R�lelzcichmmg von I>, Cl^ftowiecki Die erste ausf�hrlichere Schilderung des Eindrucks, den die T�rken
Hervorriesen, stammt aus der Feder des Ministers Freiherrn von Schlabrendorff
in Breslau, der in einem Schreiben vom 22. Vktober an den Grafen Finckenstein^ zun�chst �ber die mit Achmet aus-
getauschten besuche berichtet und dann fortf�hrt: �vorgestern Abend schickte er mir seine t�rkische Ianitscharenmusik,
welche abscheulich ist und wovon mir noch die Ghren wehe thun ... Er scheinet sonst ein ganz billiger Mann zu
sein; das Gefolge aber bestehet gr��tenteils aus Tumxcnvolk. welches alle Augenblick etwas neues verlangt und gar-
nicht zu befriedigen ist. Ihr Geiz gehet so weit, da�, da der Gesandte sich von jedermann sehen l��t und folglich
die Zimmer jederzeit voller Volks sind, ein jeder beim Herausgehen ein Trinkgeld geben mu�, welches �fters mit
vielen, Ungest�m gefordert wird." Endlich hei�t es noch von der Person Achmets: �Des Gesandten Alter mag
1 Pcm�jemaf� Instruktion f�r den Major von pirch, der die ?ur�fiti cm der Greife empfing, 2. August \k>t, (p. ?. 23, �7). -
3 Pgl. bas Sati?rcgifter: p.C 27,, 556 und Instruktion pivrfjs (p. C 25, 6l>ff,), �
-
1Tgl. p.?. 25, "�];. � * l^eridjtc von licwlrfe,
Suiantc^ >,',. September, und von pirch au .finden(teilt, 20. September (t*5,St.A.); der K�nig an pivrf?, 2K. September u*i3;p,(?, 2.7>, (5^
2Inm. 3.
� "
vgl. Sachregister: p, C 27., 556, 3� gleicher Meise belogen die frembeti Gesandten in Ifonftcmtinopcl von bor Pforte
Tagegelder, � 6 Pgt. 3. V. den Bericht Kirchs an Finckrilftciil vom I. und den ,^incfctifteitis an den K�nig com I�. l?oLientber
(G. St. A.). schlie�lich bewilligte der K�nig Achniots j'or&ernmi;, 60 Dukaten f�r den Tag. � * G, 5t. A,
        
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