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Eine türkische Gesandschaft am Hofe Friedrichs des Großen im Winter 1763/64

Full text: Eine türkische Gesandschaft am Hofe Friedrichs des Großen im Winter 1763/64

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drastischem Ausdruck, der Julian �verdiene Pr�gel", finge er jetzt Krieg an,1 Aber er f�hlte sich doch keineswegs bec
Pforte gans sicher, Er f�rchtete, der bevorstehende 2lblanf des lOaffenstillstaudes mit Mesterreich , une die f�nftige
polnische K�nioir-u>al?I und die alsdann zu erivartende Einmischung Ru�lands k�nne ihr Anla� 511111 Brudj mit einen�
der 'iiaiserh�fc geben. Er befahl demgem�� Heyin* die etwaigen (DffeitftDabftAten der C�rken sorgf�ltig aufzukl�ren.
Erwies sich aber diese 3eforgnis als
nnl'egr�ndet, fo stand er nickt au, das
Defenftob�it�nis f�r eine �sehr vorteilhafte
Sadje" 511 erkl�ren. Noch habe er v�llig
freie l)�ude, lie� er der Pforte am 5. ~utlt
sagen, und er fordere nichts als Me Garantie
Schlesiens, gleichwie er ihr die europ�ischen,
�gegen Ungarn " gelegenen Befi^ungen
garantieren wolle. "
betrachtete Friedrich auch nur
unter dein (Seficfjtspunft des Abschl�sse
einer Defeusivalliauz das Anerbieten der
(Gesandtschaft Achmed. ?al,er erwiderte
er, sie werde ihm �ganz angenehm" fein,
wenn der Gesandte mit Vollmacht k�me,
befahl aber Rerin sofort, sie in h�flicher
Jorm abzulehnen, als dieser ihm meldete,
da� �ach t�rkischem brauche nur der
(Brojjuejiee Vertr�ge zeichnen d�rfe. 3 (Eine
(Eingabe, Me Kerin bei der Pforte niante,
den (Gesandten mit Vollmacht auszustatten,
blieb unbeantwortet.^ So r�tselhaft anch
dem Ifonu; bas �g�nzliche stillschweigen"
erschien, das die Pforte �ber die frage
der Allianz bewahrte, so entschlo� er sich
endlich doch zur Annahme der Gesandt
schaft auf die Nachricht von dem perf�n
licheu Interesse, das der Sultan au der'
selben bekundete.''
Mittlerweile hatte schon
begonnen, einige ihm n�tig erscheinende
Anfkl�rnngen �ber die Cnrken und ihren
Charakter zu geben. Er wandte sich damit
Ildjnififftfi^i. Kupferjtlrf; oon lliiiifr no* Span
an Siebel" nnd schilderte zun�chst A�miet: �Der Nlinister �vird f�r einen sehr bescheidenen und vern�nftigen ?Nann
angepriesen und soll sich in Ivien' sehr viel Tieb und Estime erworben haben." Er ist, fuhr er fort, �ein Favorit
des Sultans, nud ich stattire mich alles gute", hingegen warnte er eindringlich davor, seinen Leuten �einigen Affront
1 Der K�uioi an prinj 23. U65 ;?uvres �36. 26, S, 28i). � "2 P" Kimia an ��ciiit, j.3llIi"� 3- �luguf? 1 .<.:.:
p. C. 23, 48. 6sf.
--
3 Der K�nig an Kevin, 5. frbniat, 2. Mai 11. ,'. Juli (763: p. C. 22, sofi; 23, !^ n. 4 bricht �?criu?,
7. 3�ni (763 (G, St. 31.). � '- Der K�nig an Herht, (7. 3�U '7,,,^: p. (?. 23, sh. -.
� Ka;iit 011 (Eirfjcl, 7. Juni (763 (65, 5t. 2t.). -
7
.lchinct batte \7!>h in iriett die Itjr�nbeftciguttg H?iifta^ba� III.1101iff5i01i.
Oo rn. 1911:. 5
        
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