Path:
Der Kaiser und die Kunst

Full text: Der Kaiser und die Kunst

6lieber Sein Verh�ltnis 511 den sogenannten �modernen" Hic&tungen uni� Str�mungen der Kunft Hat Sich der
Kaifer selber mit voiler Delillicbkeil ausgefprotfyen. ?v wendet Sich gegen die 'K�nstler, die die ganze grofe Entwicklung
unserer Kultur und "Kuuft mit bau (Efefe�en der Sch�nheit und l^irmonio, Mc sich aus ihr ableiten Iaffcii, negieren
trollcti un6 Me Behauptung aufst>.'ll^!! obtx bodf ihre Ucberscugung erraten lassen, da� Me wahre Aunst erst Don litten
neu entdeckt fei. IPenn sie diese tleberjeugung
mir durch ihre !l)erke 511m Ausdruck bringen
wollten, k�nnte es auch noch jeden: Qberlaffen
bleiben, sich sein eigenes Urteil bar�ber zu
bilden, aber der Kaifor erkl�rt die Glittet,
die oft benutzt werben, um gewaltsam die
Aufmerksamkeit auf sich 511 lenken, f�r eines
wahren A�nstlers unw�rdig. �Per rechte
Kflnfller bedarf feiner HTarftfcr/rcierei,
keiner siresse, keiner Konnerton." Die
gro�en Vorbilder aller Seiten auf dein
Gebiete der IT�eiftcrfc^aft �haben ge
wirkt, wie (Sott 05 ihnen eingab; im
�brigen haben sie die Ceute reben lassen.
Pie Kuuft, die zur Reklame herunter^
steigt, ist feine Kunft mehr, nnd mag
fie hundert^ und tausendmal gepriesen
werden."
Ferner verdient eine Kunft, die
sich �ber die erw�hnten Gesetze und
schranken hinwegsetzt, die, unter ZTTif*
brauch bis Begriffes der �Freiheit",
der �Grenzenlosigkeit, 5chrankenlosig
keit und Selbst�berhebung" verf�llt,
diese VeZeichnung nicht mehr, sondern
sinkt zum Handwerk herab, �wer sich
von dem Gesetz der Sch�nheit, dem Ge
f�hl der Acslhetik und Harmonie, die
jedes Menschen Vrust f�hlt, ob er sie
auch nicht ausdr�cken kann, losl�st und
in dem Geballten einer besonderen
Richtung, einer bestimmten L�sung
mehr technischer Aufgaben die i^aupt
sache erblickt, der vers�ndigt sich an
den Urquellen der Kuuft."
l^ol'foniysbur^ ;Sdfniiebc unb Sfrgfrieb
N^ilhelm II. verkennt nicht die reichen Calenle und die hohe Begabung, die manchen Anh�ngern der
sogenannten �modernen" Dichtungen zuteil geworden ist, aber Er wendet Zich gegen die Verwaltung dieses von Gott
gegebenen f)fundes und gegen die verkehrten INege, welche diese M�nner eingeschlagen haben. Der Aaiser kann von
Seiner hohen Stellung an der Spitze des deutschen Volkes aus nicht zugeben, das; sich die deutsche Rnnst losl�sen darf
von der nationalen Grundlage und von der Verpflichtung, auf das deutsche !)olk, nicht blo� auf seine k�nstlerisch und
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.