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Der Kaiser und die Kunst

Full text: Der Kaiser und die Kunst

3eine Grundlage 511 schaffen, auf der eine gesund�.', auf natur-
gem��en Lebensbedingungen beruhende Entwicklung pla^
greifen konnte.
<>-,� dem (Befantterbe Seiner V�ter, bas der Kaiser
auch in dem traditionellen Verh�ltnis zur Aunst mit ins
toben nahm, tritt hinzu neben den eigenartigen Anlagen die
ganz besondere Erziehung im Hause der Eltern, in dem die
Aunst eine alle Verh�ltnisse des t�glichen Cohens durchtr�nkende
Bedeutung hatte. Fr�h �bte sich hier des jugendlichen Prinzen
Wilhelm Auge, Zweckm��igkeit und Sch�nheit zu pereinen
und an dem Herrlichsten, was die Kunft aller Zeiten hervor
gebracht hat, den stark vorhandenen Sinn f�r Sch�nheit der
Stuten und Formen zu bilden. M?it dem Hamen des Aran^
vriuzenpaares Friedrich Wilhelm und Viktoria verkn�pft sich
f�r alte Zeiten diese gro�artige Entwicklung des �ffentlichen
Sammlungswescns und des Kunstgewerbes, die Deutschland
in einigen kurzen Jahrzehnten aus den Tiefen k�nstlerischer
Verkommenheit und bureauf ratifier Engherzigkeit 311 einer
ma�gebenden Stellung im allgemeinen Wettbewerb der
Nationen gef�hrt hat. Vas h�chste 3ob, das man aus dem
�Nunde des Aaisers noch heute h�ren kann, ist die Ve-
merkung, da� eine k�nstlerische Leistung auch Seiner 21�utter
gefallen habe oder gefallen w�rde, deren verkl�rtes 23ild Er
abschlie�end schildert als das jener �sorgenden Frau, deren
jeder Gedanke Aunst war und bei der alles, sei es noch so
einfach, das f�r das Ceben gestaltet werden sollte, von
Sch�nheit durchweht war".
Auf diesem Gebiete bezeichnet Sich Aaiser Wilhelm
selber als den �Erben und Vollstrecker" des Aunsttestamentes
Seiner Hohen Eltern und in Ihrem Sinne will Er �die
Hand �ber dem deutschen Volke und seiner heranwachsenden
Generation halten, das Sch�ne in ihm pflegen, die Auust in
ihm entwickeln", aber nur in den Vahnen und Grenzen des
in jedem liegenden Gef�hls f�r Sch�nheit und
Harmonie. Vei jeder Anlage, die gemacht, jeder Statue, die
aufgestellt, jeder Hausfront, deren Entwurf Zur Genehmigung
unterbreitet wird, ist der Haupt uud Grundgedanke der lieber-
legungcn des Raisers: �was oder wie w�rde es kleinen
Eltern gefallen? oder was w�rden Sie dazu gesagt haben?"
Wie hoch Er diese im Elternhause gewordene Anregung
sch�tzt, das zu zeigen benutzt der Aaiser jede Gelegenheit.
(Entwurf �r� Xslfm fii* f**"?urm tvt ?rI�(erfirrfip in 3 rru''"'c|T|
Als Veispiel sei nur erw�hnt, da� nach eingehender Vctrachtung von f�r den Gebrauch in den Schl�ssern angefertigten
D�beln in, Stile des 3. Jahrhunderts mit vergoldeten Vronzebeschl�gen , deren technisch und k�nstlerisch vollendete
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