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Der Kaiser und die Kunst

Full text: Der Kaiser und die Kunst

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Kaiser Aeu�erungen �hnlichen Denkens und F�hlens bei Seilten wohlhabenderen Untertanen 511 sollen pflegt, Mc ihre
Aunstsch�ke durch Ueberweisung an die Museen der Allgemeinheit zur Verf�gung stellen.
In der Geschichte d^ Kaifer^friebridi^Tufciun^ uit� anderer Anstalten wird uns eine ganze Reihe l?o^rcn^
roller 2lncrfcmuuu>'n dieser Art nachgewiesen. Ich brauche hier nicht naher ou�5uf�^rctt, in welch hohem Grade
durch eine derartige Vereitwilligkeit, wirkliches
Verdienst f�r das Emporbl�he� unserer �'ffent-
lichen Annstsammlungen anzuerkennen, der
Gemeinsam und die Gpferfreudigkeit der Aunst
sanunler nud freunde gef�rdert wird.
Dagegen wei� Aaiser Wilhelm die 23o =
deutung unserer �ffentlichen Sammlungen als
Erziehungsanstalten ersten Ranges vollauf 511
sch�tzen. Seine Protektion hat den k�niglichen
Museen eine Reihe ihrer wertvollsten Erwerbungen
verschafft, ja, eine Anzahl der hervorragendsten
Gem�lde und Statuen sind pou ihren alten
historischen Pl�tzen in den Schl�ssern und G�rten
entfernt und den� H�lfet �Friedrich ��Museum
�berwiesen worden, wenn der "Kaifei die lieber
zeugung gewann, da� sie hier einer h�heren
Kulturaufgabe dienten ober eine kucke aus*
anf�llen geeignet waren.
Einen �hnlichen Charakter tr�gt die liebe^
volle Sorgfalt, die der Aaiser der Erhaltung
und Wiederherstellung der mit der Geschichte des
deutschen Volkes in enger Veziehung stehenden
gro�en Vau und Aulturdenkm�ler widmet, nur
da� es hier gilt, die Reste einer gro�en Der
gangenheit des gesamten deutschen Volkes aus
den verschiedenen Zeitabschnitten, und in den
verschiedenen Gauen des Reiches gelegen, vor
weiterer Zerst�rung zu bewahre?: oder aus ihren
Kr�mmern im neuen Gl�nze als National
denkm�ler wiedererstehen zu lassen. Alle diese
Zeugen unserer alten Aultur haben eine beredte
Sprache, sei es, da� wir uns zu der aus ihrem
Cr�mmerfelde neu erstehenden Saalburg, der als
r�mische Zwingburg gedachten Aulturvermittlerin
fnlmiirf fies Kdlfn* f�r rincn ?kjiiIlupttU
f�r Germanien, wenden, oder unsere Vlicke nach der �stlichen Grenzmark richten, wo in der Marienburg die Grdens
ritler Christentum und deutsche Aultur gegen die Scharen der Feinde verteidigten und sie zum Mittelpunkt der
Vestrebungen f�r die Erschlie�ung der preu�ischen Provinzen ,nachten, oder auch, da� wir der l)ohk�nigsburg
gedenken, durch deren Wiederaufbau uns ein Vild des alten deutschen Rittertums mit seiner Poesie und idealen Denkart
erschlossen werden soll; immer ist es der historische, mit warmem Aunstgef�hl durchtr�nkte Sinn unseres Aaisers,
        
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