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Die Hohenzollern und die Oranier in ihren geistigen, verwandtschaftlichen und politischen Beziehungen

Full text: Die Hohenzollern und die Oranier in ihren geistigen, verwandtschaftlichen und politischen Beziehungen

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wie Granvella, da� sic in dem (Dr�nier, wenn es zum Kampfe fam, den gef???vlicr/ften unter allen ihren Gegnern
vor sich haben m�rben, und aile 21Tagregelu Granvellas galten der 2lusschaltuug dieses Hannes und feines Einflusses.
Wilhelms kirchliche Gegner haben in allen Jahrhunderten 6cn starken Mnfoil, d.'u feine �?y�rcttfcCjon ?Tetaunsou"
pou povuboroin an feiner StcUungnatniic bcfcffeu haben, betont, und fie hal'^'n bann sicherlich redit acfdjcii. IPtlhchn
ftammto aus einem lutherischen i^aufe, war aber feit feinen Ktiabcnja^rcn im katholischen (Klaube� erzogen, und in
den Niederlanden war ihm der Protestantismus, soweit er �ffentliche Heligions�bung beanspruchte, vornehmlich in
der form 6es Calmiiismus entgegen
getreten. ?ITan halte denken sollen, da�
der (Dr�nier, seitdem er in die Oppo
sinon eingetreten war, sich entweder als
Lutheraner oder als Calpiniften bekannt
h�tte, aber er ist tats�chlich im damals
herrschenden Sinne dieser Hamen nie
weder bas eine, noch bas andere ge
worden, ja er hat, obwohl er den Der
H�ltnissen mannigfach Rechnung tragen
inusit�, die (Eifcwr beider protestantischer
Konfessionen ebenso abgelehnt wie die
der r�mischen Kirdie, deren lUitglteo
er auch nach Ausbruch des Kampfes
lange Zeit blieb.
Andererseits besa� der s'rin.z
innerhalb aller damal- herrschenden
Konfessionen zahlreiche Freunde, die,
ohue formell aus dein verb�nde der
Airchen, in denen fie geboren waren,
aus�ufdiei6en, seine NX'Itanschauung
teilten, und es ir>ar damals sogar eine
nuidittge partei in der Bildung be-
griffen - die (Segner suchten fie als
�^ibertiner" 511 verd�chtigen
�, die
�ber die Konfessionen hinaus nach einer
h�heren religi�sen Einheit strebten. Pie
Fahne, unter der fie k�mpften, war
die Forderung der Toleranz. OTlfjdm T. min Uranien, R�pferstich pon lv.Pfiff Tuid? U, P. b. Vmnc
dieser Grundsatz der Gewissens
freiheit wurde dainals von den beiden herrschenden Konfessionen nicht nur nicht anerkannt, sondern als Kennzeichen
und Ausflu� au�erkirchlicher Gesinnungen und Glaubenslehren auf das entschiedenste bek�mpft, lediglich die
�lteren Reformierten, wie sie sich damals nannten, die ihre st�rkste Vertretung in den Hugenotten besa�en, hielten
an diesem wesentlichen St�ck der religi�sen Weltanschauung, wie sie dem Gramer vorschwebte, mit feft,^
Dieser Gedanke der Toleranz war aber ein unausl�slicher i^eil eines das auch in anderen wichtige�
f�nften wesentliche Unterschiede von den herrschenden kir�m'chen Systemen zeigte.
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It�fjcrt1!? �ber &ie iiltcrcii Kcformiertcn mib bereu i^eligiofisiinfdj�itungcn fielic bei Eu�tutg KcKcr, Vcx (�ro�c Kutf�i'ft in
feiner Stellung .in Helii�oii Hub Kirdje im lioljcitjo�ent -'wlivluifl;l'ni3, f. 30 f.
        
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