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Die Hohenzollern und die Oranier in ihren geistigen, verwandtschaftlichen und politischen Beziehungen

Full text: Die Hohenzollern und die Oranier in ihren geistigen, verwandtschaftlichen und politischen Beziehungen

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der Universit�t Grleans einer akademischen Landsmannschaft als^Nitglied bei uit6 blieb hier bis 511111 (Dftober x
Entsprechend den hier angekn�pften Besitzungen trat er, a?s or im Jahre 1598 abermals auf Reisen gegangen war,
am 2\. August \6OO einer in Florenz bestehenden verwandten Organisation bel, die sich Academia d�lia Crusca
nannte; er erhielt hier den �blichen Brubernamen und hie� von da an im vertrauten Kreise �Der (Entflammte" (IIAcceso).
Die nach dem Vorbild der Crusca im Jahre W? in Weimar begr�ndete Gesellschaft wuchs rasch, nicht
freilich durch den Zutritt �on Sprachforschern, sondern von F�rsten und Grafen, deren keiner bis dahin durch seine
sprachlichen oder literarischen Neigungen, wohl aber durch bestimmte religi�se Gesinnungen in den K�mpfen der Zeit
bekannt geworden war. Zu den ersten, die sich anschl�ssen, geh�rte F�rst Christian von Anhalt selbst, ferner der uns
wohlbekannte Schwager Friedrich-Heinrichs von (Dramen, Graf Christoph zu Do?jna, die Grafen Aarl-G�nther
(gest. und kudwig-G�nther (gest. von Scf)n?ar5burg, die Neffen jenes G�nther von Hchwarzburg,
der im Jahre \580 mit den Grafen von Schlick und Reu� die Gro�loge der unzertrennlichen Freunde gr�ndete,
ferner Herzog Friedrich-Ulrich von Vraunschweig, der die Schwester des Aurf�'rslen Johann -Sigismund von
Vrandenburg geheiratet hatte, Graf Georg-Friedrich von Hohenlohe, Herzog Georg-Rudolf von ?tegui^,
Johann-Albin schlick, Graf von Vassano, die Landgrafen Wilhelm und Moritz von Hessen, Heinrich-
Wilhelm und Friedrich Grafen pou Kolms-kaubach, die durch ihre Cousine mit Friedrich-Heinrich von Gramen
verwandt waren, Joachim-Ernst, Herzog zu Schleswig-Holstein, Johann-tudwig Graf zu Nassau,
Heinrich III.Graf 311 2?eu?, Vtto Graf zu Holstein-Hchauenburg und andere.
Diese Soziet�t nannte sich die �Gesellschaft der Fruchtbringenden", nahm als Abzeichen die Palme oder vielmehr
drei Palmen an und lie� sich auch die �Sozietat zum Palmbaum" nennen; auch der Name Redner-Gesellschaft,
der die Gleichartigkeit nn't den niederl�ndischen Gesellschaften andeutet, kam auf, wie denn �berhaupt die innigste
Gemeinschaft zwischen beiden (Organisationen von vornherein erkennbar ist.
Die Zache w�rde uns hier nun nicht weiter interessieren, wenn sich dieser engen und fcstgeschlossenen Organisation
�
man brauchte im vertrauten Verkehr den Vrudernamen � nicht auch alsbald mehrere Aurf�rsten und Markgrafen
aus dein Hohenzollernhause, vor allem, wie wir sehen werden, Friedrich-Wilhelm der Gro�e Aurf�rst, als
2Nitgliedor angeschlossen h�tten. Der erste der Hohenzollern, der den Anschlu� suchte und fand, war der �ohn des
Kurf�rsten Joachim-Friedrich, der im Jahre geborene Markgraf Johann, der im Jahre 1>2H unter dem
Vrndernamen �Der Abwendende" aufgenommen ward. Seinern Veispiel folgte im Jahre der uns bereits aus
der Geschichte des Gro�en Aurf�rsten bekannte Markgraf Christian von Brandenburg, dessen Stimme am Hofe
zu Verlm, wie wir sahen, etwas galt. Lr wurde gleichzeitig mit dem Grafen Friedrich von Solms aufgenommen.
Um dieselbe Zeit traten Mitglieder der Familien von der Schulenburg, von Hamerstein und sp�ter auch der
Grafen Douglas bei, die wir oben als Angeh�rige der 3oge �Friedrichs Friedenstal" imHaag kennen gelernt haben.
Dem Beispiel Christians folgten in den n�chstfolgenden Jahren Julius von B�low (\628), Rudolf und
f^ieronymus von Dieskau (\628 bezw. \65ud> \�)O&, 32
        
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