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Die Hohenzollern und die Oranier in ihren geistigen, verwandtschaftlichen und politischen Beziehungen

Full text: Die Hohenzollern und die Oranier in ihren geistigen, verwandtschaftlichen und politischen Beziehungen

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Diefe geistige Gemeinschaft mit dem Hause Gramen blieb freilich, menu fie f�r eine gemeinsame Aktion
wirksam werden sollte, an die Voraussetzung gekn�pft, da� die �hugenottische Gesinnung" auf beiden Seiten erhallen
blieb, solange Friedrich-Heinrich lebte, war ja f�r den Vcstand dieses V�ndnisseg gesorgt; aber tt>a* geschehen werde,
wenn ein andersdenkender Nachfolger an die Stelle des alternden CDranters trat, lag hoch im Sch��e der Zukunft, und
die Haltung, welche Wilhelm II.seit feines "Datas Code (geft. \6^7) Ms zu seinem eigenen Ableben fgest. \6�O) unter
der Einwirkung seiner Verheiratung mit der Tochter AarlZ I.aus
dem Hause Stuart einnahm, sollte alsbald den Veweig liefern, da�
Gesinnungen, die durch kein �u�eres Vand getragen werben, leicht
dem Wechsel unterworfen sind. Erst wenn es m�glich wurde, der
geistigen Gemeinschaft in einer festen �u�eren Organisation Ge-
schlossenheit und Augdruck 511 geben, waren Garantien f�r ihren
Fortbestand gegeben.
l�tr haben oben erw�hnt, da� der Entschlu� des Berliner
Hofes, den Aurprinzen gegen die w�nsche des leitenden Ministers,
des Grafen Schwarzenberg, in die Niederlande 511 senden, unter
dem Einflu� des m�chtigsten Agnaten des Hohenzollernhause--, des
Markgrafen Christian von Ansbach, gefa�t worden ist. Au�er
dem letzteren waren aber eine gro�e Anzahl anderer Freunde und
Verwandten des Hauses, besonders zahlreiche reformierte F�rsten
und Geschlechter iluttel6eutfd)Ian6s in jenen Jahren eifrig daf�r
t�tig, die Ann�herung zwischen den �rantern und den Hohenzollcrn
zu erhalten und das V�ndnis den Gefahren zu entziehen, die ihm
aus der wechselnden Politik und den wechselnden Ansichten erwuchsen.
Es ist von geschichtlichem Interesse, die Tr�ger dieser Vestrebungen
und die IDege, die man einschlug, kennen zu lernen.
Eine Reihe von F�rsten, Grafen uud Herren, die den
beiden H�usern pers�nlich und geistig besonders nahe standen, an
ihrer Spitze drei Vr�der des von uns vielgenannten F�rsten
Christian I. von Anhalt und deren Verwandte, zwei Herz�ge
zu Sachsen Weimar, sowie der Graf Wilhelm-Heinrich
von Ventheim-Steinfurt sgest. der mit den Grafen
von Solms nahe verwandt war, hatten im Jahre auf dem
Schlosse Hornstein bei Weimar eine Gesellschaft begr�ndet, die, wie
man sagte, der Pflege �der Tugend und der Weisheit" gewidmet
war. Diese Sozietat, die sich im Unterschiede von den gleichartigen
IWIbrlni, von Soffen �Weimar
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niederl�ndischen, franz�sischen und englischen Gesellschaften die Deutsche Gesellschaft nannte, bestrebte sich, bei
ihren Arbeiten die deutsche Sprache zu gebrauchen, die zu diesem Zwecke der Verbesserung dringend bed�rftig war.
Als eigentlicher Begr�nder dieses Bundes, der seine Formen und Satzungen stets zu verschleiern gesucht hat,
ist F�rst Ludwig von Anhalt Dessau, der Vruder des F�rsten Christians I,, anzusehen. Ludwig (geb. hatte sich
seit erst in den Niederlanden am Hofe der Gramer, dann in England und in Frankreich aufgehalten, wo sich
seiner insbesondere der Feldmarschall Caspar von Sch�nburg (gest. und die Tochter Wilhelms von Vranien, die
er in Poitiers pers�nlich kennen lernte, annahm. Er verkehrte in dm Areisen, in denen sein Vruder Christian damals
reformiert geworden war, und schlo� sich ebenfalls diesem Glauben au. Im September !^9<> trat F�rst Ludwig an
        
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