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Die Hohenzollern und die Oranier in ihren geistigen, verwandtschaftlichen und politischen Beziehungen

Full text: Die Hohenzollern und die Oranier in ihren geistigen, verwandtschaftlichen und politischen Beziehungen

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Die Hohenzollern und die Gramer
in ihren geistigen, verwandtschaftlichen und politischen Beziehungen
Dargestellt von
?ubxoi$ Kelter
Imyxc beiden F�rstengeschkchter der Hohenzolleru und der (Dr�nier sind, �hnlich me einst bas Geschlecht der Mediceer,
von bescheidenen Anf�ngen dus zur H�he der Macht emporgestiegen, im& gleich wie die letzteren haben sie keineswegs
blo� durch ihre milit�rischen und politischen Erfolge, sondern auch durch ihren Einflu� auf das geistige kcben ihrer
(Jett sich eine f�hrende Stellung unter den Nationen erworben.
Wenn man im besonderen die Wirksamkeit der Medic-ecr im und Jahrhundert und die Stellungnahme
der beiden engverbundenen niederl�ndisch-deutschen F�rstenh�user im vergleicht, so sind die verwandten Z�ge ihres
geistigen Ktrebens deutlich erkennbar, und, abgesehen von den Verschiedenheiten, die die ver�nderten Zeiwerh�ltmsse und
Umst�nde bedingten, f�llt die Gleichartigkeit der Zielpunkte jedem unbefangenen Beobachter deutlich in die Augen.
MitRecht hat schon Heinrich von Trcitfchke gelegentlich daraus hingewiesen, da� der Aampf, den einst der Humanismus
f�r die Freiheit des Gedankens begonnen hat, im unter F�hrung des Gro�en Aurf�rsten siegreich
hinausgef�hrt ward, �also da� die deutsche Nation f�hig wurde, der Welt die Ideale der Humanit�t zu verk�ndigen".
Unter der sch�tzenden Hand der beiden, durch enge geistige Zusammengeh�rigkeit verbundenen M�nner,
Friedrich-Heinrichs von iranien und FriedrichlVilhelms von Hohenzollern begann auf dem Festland
jenes erste gro�e Zeitalter der naturwissenschaftlichen und technischen Entdeckungen, in dem wir uns noch heute befinden.
Gro�e Reformatoren nennt Treitschke mit Recht jene M�nner, die dem Zeitaller den Stempel ihres Geistes auf*
gedr�ckt haben, vor allem Baco, Hugo Grotius, Galilei, Cetbni^, Comenius und pufen?orf, M�nner, die
ebenso auf dem Gebiete der exakten Wissenschaften wie auf dem der Staatsfun6e und Politik, der Erziehungslehre wie
der Literatur und Sprache neue Vahnen gewiesen und dem scholastischen tvisscnschaftsbetrieb, den die gro�en
Reformatoren des [6, Jahrhunderts bewu�t beibehalten hatten, den Codessto� versetzt haben.
Ls ist ein �berraschend gleichartiges geistiges Gepr�ge, das uns in M�nnern wie Wilhelm dem Hchweiger,
Friedriche Heinrich von Vranien, dem Gro�en Aurf�rsten einerseits und ihren hervorragenden geistigen Mitarbeitern
andererseits entgegentritt, ein Gepr�ge, das in erster (inie gekennzeichnet wird durch die gl�ckliche Verbindung eines
        
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