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Die Hohenzollern und die Oranier in ihren geistigen, verwandtschaftlichen und politischen Beziehungen

Full text: Die Hohenzollern und die Oranier in ihren geistigen, verwandtschaftlichen und politischen Beziehungen

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Wir �bergehen hier Me zahlreichen ber�hmten Personen, deren Hamen gelegentlich tu bon Protokollen
vorkommen. ?cl?r bekannt ist Johann Uakker als v�rgernieister der niederl�ndischen Handelsmetropole geworden,
noch bekannter war indessen der Teiter der Gslindischen Compagnie, dessen Reichtum ganz Holland bewunderte, n�mlich
Jacob van Neck; er hat zuerst im Jahre \(>22 und sp�terhin noch dreimal das h�chste Amt bekleidet, das die
Slu�t Amsterdam 511 vergeben hattet
Friedrich -Heinrich erschien nicht feiten selbst bei den Festen feinet Gro�loge, und es wird berichtet, da� am
27. Dezember 1637, a?s er das Johannisfest mit der Toge feierte, Vr�der an der Cafel gesessen haben, welchen
Wert der Statthattet auf die Zugeh�rigkeil feines Hauses legte, erhellt aus der Talsache, da� er damals seinen So^?t
und Nachfolger Wilhelm II.der Toge Dorftollte; Prinz Wilhelm
nahm den Stul^l des �Ehrw�rdigen Kleisters" ein, ward mit
Ansprache und H�ndeklatschen begr��t und betin Verlassen
des Saales mit H�ndeklatschen entlassen. Er ward einstweilen
als ,/5oi}n der Coge" in deren Listen eingetragen unter dem
Vorbehalt, da� seine feierliche Aufnahme erfolgen folle, sobald
er das \B, (ebensjahr erreicht habe.
2Nit dieser Organisation hatte sich Friedriche Heinrich
eine Art von Parlament geschaffen, das seinen Einflu�
mehr und mehr �ber das ganze Tand erstreckte. Zwar hatte
selbstverst�ndlich auch dieses Parlament seinen eigenen willen,
aber es bot in seiner eigenartigen Form den vorteil, da�
gerade in den grunds�tzlichen Fragen, n�mlich den sittlich-
religi�sen, seine �Nitglieder untereinander wie mit ihren,
F�rsten stets im wesentlichen einig waren. Die Vranier
wu�ten sehr wohl sie sollten es nach in schweren
Zeiten von neuem erfahren �, da� die der
Vr�der sich durch eine starke pers�nliche und freundschaft^
liche Hingabe mit ihrem und obersten keiter
verbunden f�hlte. Vor der in den nachmaligen Parla-
inenten oft hervortretenden pers�nlichen Feindschaft war
Friedrich Heinrich ebenso gesch�tzt, wie vor der Notwendig-
keit, mit Parteif�hrern von zweifelhaftem irgendwie
selbst oder durch andere zu verhandeln. 3. �. IWifirmipr. XuyfwpiJ) DOM lUekiet
Alle diese Vorteile waren freilich an die Voraus
setzung gekn�pft, da� der Stalthalter wirklich der Teiler einer unabh�ngigen Organisation war, und cs war
selbstverst�ndlich, da� die Haager Gro�logc von dem Augenblick an, wo der Prinz als souver�ner F�rst an
deren spitze getreten war, keine beh�rdlichen Rechte einer anderen Gro�logc �ber sich anerkennen konnte. Es ist
interessant, aus den Akten zu ersehen, da� es �ber diese Frage zu Ausemandel'setzungcn mit der Gro�loge
von Tondon gekommen ist.
Vas AonstiwtionS' Patent der Toge �Vreedcndal" (I'.ix), die im Sch��e der Gesellschaft �Zum Roscnstock"
in Amsterdam bestand, war von Tondon aus am 6. M�rz - auch der Name Eglantier ist englischen
Ursprungs � durch John Allen erteilt worden. Darauf gest�tzt sandte der damalige Gro�meister William vetford
in kondon im Jahre den Philipp Grafen von Chesterfield, an die neue Gro�loge. Es kam zu
' B?of, a. a. ('?., m, 4'.?.
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