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Die Hohenzollern und die Oranier in ihren geistigen, verwandtschaftlichen und politischen Beziehungen

Full text: Die Hohenzollern und die Oranier in ihren geistigen, verwandtschaftlichen und politischen Beziehungen

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wenige Jwibre nach Friedrich lx-inri^^R�ckkehr vollzog sich bann vor feinen und Coutfens Augen die gewaltige
Reaktion auf kirchlich religi�sem Gebiet, die durch die Einrichtung (Dlbenbarnervlbte und die Verbannung Uttenbogaetts
und aller Gesinnungsgenossen aekennzeichnet wird. Alle il?auner, auf die sich Friedrich Heinrich einmal l^itte st�tzen
k�nnen, lvnrden gewaltsam beseitigt.
>^s brachen danials die 3aljre an, wo auf die gro�en Erfolge der reformierten fl�chte, die mit 6or U\il)l
Friedrichs V. von &er pfalj zum K�nig �on 23o?mien i^ren bofjepunft erreichten, in allen Staaten des jeftlan�es
jener gewaltige 2\iuf|d7la�j folgte, d^.'r mit 6er Schlacht am l�eigen 23ergc (M'-�) begann und big zur Niederwerfung
des ganzen n�rdlichen Deutschlands im jal^re \d29 non ~\d? v 311 3<-itji" gr��eren Umfang annatjm. niemals war die
Aufsicht auf volle U^iobcrr/orftellung der �laubensein^ett im Sinne der r�mischen Kirche begr�ndeter als im jaljre <,."><�.
Die lutherischen deutschen F�rsten, vor allem das Kurbaus wachsen und Hessen Parmfta6t, hatten an der Erzielung
diesem Ergebnisses durch ihr B�ndnis mit den� Kaifer starken Anteil genonnuen.
(Gerade in dieser �beraus schwierigen Z'-'il, im 3u'?rc I62o, hatte
Friedrich Heinrich nach dem Tode seines 5tiefbru6ers ii?orit? die
Statthalterschaft �bernommen. Ha feine nat�rlichen Bundesgenossen im
eigenen ?anbe niedergeworfen und die ausw�rtigen Verb�ndeten teils,
wie Friedrich V, von der pfalj, v�llig befielt, teils, wie der seit J62O
regierende Aurf�rst Georg Wilhelm von Brandenburg, gel�hmt
und im Schach gehalten inaren, so blieb dem neuen Statthalter zun�chst
nichts anderes �brig, als mit den st�rkeren 2Tl�<^ten sich irgendwie
zu arrangieren. Aber diejenigen, die geglaubt hatten, da� der neue
i)en- in dieser Cage sich dauernd �on den Neberlieferungen feines
Dauses abdr�ngen lassen werde, hatten nicht mit der starken Person
lichkeit dieses echten (Draniers gerechnet, Von dem Augenblick an.
wo er sich einigerma�en ?uft verschafft hatte � dies Ziel war feit der
Eroberung von Venlo, Straelen und 2\oermou6 mit dein 3a�Vil032
im wesentlichen erreicht �,ging er in allen Fragen des geistigen und
religi�sen Gebens seine eigenen Wege, und es l��t sich von da an
beobachten, da� er in die Sahnen seines gro�en Paters und feiner
��Tittter bewu�t und planm��ig wieder einlenkte. Friedrich Heinrich
sicherte sich feine Bewegungsfreiheit vor allem durch ein wohldur�i
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6ad>tcs System politischer Verbindungen und man kann sagen, da� seine Residenz im Haag feit dem "Satyre <�,~>0
gleichsten bas Hauptquartier aller mit Spanien, dem Kaiser und dem Papste im Kampfe befindlichen Zluidite
geworden t�ar. Por allem dauerte das alte B�ndnis mit Frankreich fort und es ward erg�nzt und gest�rkt durch
einen sehr engen Sunb mit K�nig (5uftap*2?bolf von Schweden, der stets einige pers�nliche Vertraute mit der
NXihrnehmung seiner Interessen im ?)aag beauftragte, und in jenen fahren unter anderen durch den Gesandten
ZUatt^ias palbit>fy von Hemifi, durch dessen Bruder Pionyfitis, ferner durch den k�niglichen Ccibarjt Nicolaus ?Ditte
11116 den (Obersten von l)oltzheim dort vertreten war. 3e mehr Friedrich Heinrich feine Aktion^freiheit wieder
erlaugte, um so einiger kn�pfte er auch Diejenigen alten politischen Beziehungen wieder an, die unter dem Druck der
europ�ischen Cage zeitweilig eingeschlafen waren, vor allem die Beziehungen zu den Hohenzollern; er �bersah
sehr wohl, da� f�r feinen ,?�a>ecf angesichts der Cage Georg Wilhelms die Ankn�pfung mit dem Kurprinzen und
dessen Gewinnung f�r die reformierte Aktionspartei besonders wichtig war.
K�nig Gustav -Adolf und seine Gemahlin hegten bis zu des elfteren Tod den lebhaften Wunsch, ihren Neffen,
den jungen, im geborenen Friedrich Wilhelm von Brandenburg, zu seiner Ausbildung zu mehr
j�hrigem Aufenthalt in Stockholm zu sehen. Georg Wilhelm erbat sich �ber die wichtige Frage das Gutachten des
        
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