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Die Hohenzollern und die Oranier in ihren geistigen, verwandtschaftlichen und politischen Beziehungen

Full text: Die Hohenzollern und die Oranier in ihren geistigen, verwandtschaftlichen und politischen Beziehungen

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l�ngst, ehe diese politische und verwandtschaftliche Ann�herung sich vollzog, hatte sich schon seit bon achtziger
Jahren des t6*3at?r^un&crfs eine stets wachsende geistige Ann�herung ergeben, obwohl die Beteiligten innerhalb
des Verbandes der beiden k�mpfenden Airchen der Lutheraner und der Reformierten blieben und bis zum Jahre 6^5
nicht die leiseste Spur einer beabsichtigten AenderuuZ bemerkbar ist.
Ncber die konfessionelle Trennung hinaus verband eine starke Verwandtschaft des Dellkens und F�hlens die
beteiligten Mitglieder der H�ufer
Hoheuzollern un& Oranicn, und
es ist sehr bemerkenswert, da� sich
zwischen den Gesinnungsgenossen der
rheinischen Provinzen 11116 den Hohen
zollern alsbald ein ebenso festes Ban6
wie zwischen letzteren und den (Ora-
ittcm kn�pfte, ein Vand, ohne dessen
Vorhandensein die Vesitzergreifung und
Festsetzung der landfremden Dynastie
am 3vhein gegen Klerus und Beamten*
tunt der katholischen Vezirke niemals
gelungen fein w�rde. Die M�nner,
die von den Niederlanden aus f�r die
Hohenzollern am Rhein t�tig waren,
hatten fr�hzeitig die Notwendigkeit er
fannt, unter den in den Herzogt�mern
h�chst einflu�reichen Caubft�nben f�r
Brandenburg Stimmung 511 machen,
und so wurden die ersten Verhandlungen
zwischen dem Administrator Ioachim-
Friedrich und dem Haag durch vertraute
Personen aus I�lich Aleve gef�hrt,
Die Akten des Geheimen Staatsarchivs
ergeben, da� hierbei einMann besonders
t�tig war, der zu den Freunden und
Vr�dern Dietrich Cornbcrts geh�rte,
n�mlich Dr, Dietrich �Deyet, der
Vruder des ber�hmten Bef�ntpfers der
�Iaubensgetidjte und bes Hcxenwahns,
des Dr. 3<>??ann �Deyer in D�sseldorf.
l�lo?ib uon �tanleti. Kupfft^idj von M,Polff iiod; �I.p. d, �ennt
Als Zohann-Sigismund ini Jahre seine Erbanspr�chc m I�lich Aleve zur Geltung bringen sollte,
war seine Aktionsfreihcit durch die preu�ische Angelegenheit auf da5 st�rkste gehemmt, und wenn in jenen, Augenblick f�r
die Hohenzollern nicht andere Kr�fte in Aktion traten, die aus R�ckfichten �auf das allgemeine Religiouswesen" (wie
man damals sagte) f�r deren Sache sich einsetzten, so war jede M�glichkeit der Durchsetzung der Anspr�che ausgeschlossen.
Mau mu� im Auge behalten, da� die spanisch habsbnrgische Weltmacht diesen Anspr�chen die Anerkennung gr�nde
satzlich versagte und da� die kaiserliche Ungnade, Mandat und Acht diejenigen bedrohte, die den Brandenburgern
Veistand zu leisten geneigt waren; der Kaiser hoffte die Tande f�r sich selbst in Vesitz zu nehmen, und er hatte den
gesamten Alerus der westlichen Provinzen ans seiner Seite. Die Berichte, welche Johann -Sigisnnmds Vruder,
        
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