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Die Hohenzollern und die Oranier in ihren geistigen, verwandtschaftlichen und politischen Beziehungen

Full text: Die Hohenzollern und die Oranier in ihren geistigen, verwandtschaftlichen und politischen Beziehungen

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Tugenden a?s HTcnfd; mie als Staatsmann und gibbon- ein leuchtendes Beispiel gab, und der a?s angestammter
und legitimer Erbe der franj�fifdieii K�nigsFrone dag gute Recht des K�nigtums und der Monarchie gegen deren
Seeintr�chtiger verteidigte.
QDenn man den ersten Anf�ngen der geistigen 2lun�herung der 1)ohenzollern und der (Dr�nier nachforscht, so
wird man auf die cntfdiot�eu5o Epoche der europ�ischen Geschickte gef�hrt, dl.' mit 6011 K�mpfen lv'inrichs IV. um
bit K�nigsfrone beginnt. Pos Kurf�rften Johann^Gcc�iv>, von Brandenburg �gest. (598) �ltester Sohn, der ini
Jahre !.'!^^ geborene Ioachiln Friedrich, der nachinalige Kurf�rst, ist 05 gewesen, der in den achtziger uni�
neunziger Jahren zuerst unter den ?ttttglic6ern des
1)ol>'N5oIIernlxnlses seine sympathie der religi�sen IDctt
anschauung zun'andte, f�r die nach dein vorbilde
lOil^elms 6es Sdjt�eigers und seines Schwiegervaters
Gaspard von (?oltgny damals Heinrich von Bourbon
wider deren
.feinde Fdmpfte. Die Sindr�cke, welche alle
denkenden Zeitgenossen damals empfingen, sind in dem
�cm�te des jungen Brandenburgers vielleicht durch die
verwandtschaftlichen Beziehungen, in denen er stand,
best�rkt worden; durch seine fr�h verstorbene �uittor,
die Co�'ter des Herzogs Friedrich II. von Cicgni^ nnd
Nrieg, stand er ebenso mie durch die S�fmtftvc seines
Katers, die Gr�fin Sophie von Hofenbcrg, mit den
schlesisch b�hmischen Reformierten in venvandlschafllicher
Beziehung 11116 die Tatsache, da� feine Stiefmutter Elisabeth
die Schwester des F�rsten Christian l,von AnHall(geft, U?5O)
war, d�rfte feine Hinneigung zur Partei der Deformierten
weiter verst�rkt haben.
Der erste Akt, aus dem wir auf seine Stellung
n�hme schlie�en k�nnen, ist die am Johannistage des
Jahres \�3$
� Joachim Friedrich von Brandenburg
war bornais Erzbischof von �T?agbcburg � erfolgte
(Ernennung des ?jicronYinu� von Schlief, (trafen
von 33affaito, 511111 l)ofbeamten; denn dieser b�hmische
IHagnat, der den Rosenbergs, den den
Dohnas nsw. naliestand, geh�rte den �lteren Reformierten
3o�dfim �,friebcid? ,Kurf?rfl pou yi\iti^ciil�ur.j. l�upfcvi'iirfinon ?. be puff'
a�, und die weitere (EntiPidPeluiig der Dinge hat bewiesen, day fidi der Kurfflrfldiesen, ntaunc innerlich verwandt
f�hlte. Indem er eine� schlick in seine N�he zog. obwohl er wu�te, da� diese Familie ebenso wie die Rosenbergs als
�Alchimisten" und �Adepten" heftige Anfeindungen erfuhren, bekundete er, da� ihn dessen religi�se Anschauungen nicbt
unsympatbisch ber�hrten. Tats�chlich entwickelte sieb im ?aufe der Jahre ein inniges Vertrauensverh�ltnis zwischen den
beiden ?�Tanncm, das gerade in jener dnrch die Religionsgegens�tze tief zerkl�fteten ,?>eit ohne eine geistige Ann�herung
undenkbar gewesen w�re. Joachim Friedrich behielt den �dicken B�hmen", wie man il�i in Berlin nannte, allem U*i6er-)-
sprnch seiner Gegner zum tTroi>e, in seiner lu?lje und machte ihn, als er sich im Jahre l(l(H 6urdi die Errichtung des
(Geheimen Rates von feinen R�ten ans Ritterschaft und Pr�laten unabh�ngig machte, zu dessen elften Pr�sidenten.
Gerade in der tgpodje, wo die Grundlagen f�r die gesamte weitere (Enhuicfelung des Staatsux'fcns 11116 seiner
Grganisation gelegt worden sind, hat Nieronymns von schlick als des Kurfflrfteu erster Minister tuid> dessen Absichten
bas Steuer des Staates geleitet.
        
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