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Voltaire als Kritiker der Oeuvres du Philosophe de Sanssouci

Full text: Voltaire als Kritiker der Oeuvres du Philosophe de Sanssouci

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�ber unsere besten Schriftsteller aufteilen m�ssen, lieber alles, was in den Vereich des (Benies geh�rt, w�rden Sie
mich aufMaren und Ihnen w�rde ich nicht unn�tzlich fein f�r alles, was ron der Mechanik abh�ngt und was zur
Sprache und zumal zu de� verschiedenen Stilen geh�rt. Die vertiefte Kenntnt� der Poesie und der Veredsamkeit
erfordert das ganze ?eben eines 2Ncnschen.
3d} habe nur dies 2??ctier betrieben, und
lerne Im Alter von 55 Jahren noch alle
Tage. Diese Besch�ftigungen w�rden sehr
wohl so viel wie 5pielpartieen oder Jagd,
parlieen gelten. Die Vergn�gungen Friedrichs
des Gro�en m�ssen die Vergn�gungen Scipios
sein." (Et erz�hlt dann ausf�hrlich, wie er
selber unerm�dlich �ndert und sich verbessert,
und da� nach strengster Durchsicht doch in
seiner letzten Trag�die noch drei erhebliche
Fehler stehen geblieben seien, Me man ihm
aufgemutzt habe. Erschlie�t: �Dieschwierig'
feit, in unserer Sprache rein zu schreiben,
darf Sie nicht absto�en. Sie sind, Sire, bis
zu einein pu.ift gelangt, den viele Einwohner
von Versailles niemal* erreichen werden. Es
bleibt Ihnen nur wenig noch 311 tun. Sie
haben die Domen abgerissen, es wirdIhnen
nichts kosten, die Rosen zu pfl�cken, und
Ihr m�chtiges Genie triumphiert �ber die
kleinen Einzelheiten ebenso, wie �ber die
gro�en Dinge."
Eiu (chrgang von sechs lochen bis
zwei Monaten, ein regelrechter Unterricht
durch den � das war der Gedanke,
den Friedrich aus dieser Antwort mit keb-
haftigkeil aufgriff: �Opfern Sie mir, bitte,
diese zwei TNonate, die Sie mir versprechen,
kassen Sie Sich die langweile nicht verdrie�en,
mich zu unterrichten; wenn mein au�er-
ordentliches Verlangen zu lernen und in einer
Aenntnis, die von jeher meine Leidenschaft ge-
wesen ist, zum Aiel zu kommen, Sie f�r Ihre
entsch�digen mag, so werden Sie Grund
haben, befriedigt zu sein" Mai
?ilcIWiilt zu den ?uvra du Philosophe de Sanssouci, &anb I, Aufgabe non J?W; mit f;anbfdjrlftiicfjcn
tiottettuttn m,d Zus�he� von Friedrich l�ti� (Gro�en, Vignette von G, j.Schmidt
.. . �h�ren Sie, ich bin vernarrt darauf, Sie zu sehen; das w�re verrat, wenn Sie Sich nicht dazu hergeben wollen,
mich diese tust b��en zu lassen. Ich will mit Ihnen studieren, ich habe dieses Jahr Mu�e, Gott wei�, ob ich sie
in einem andern haben werde" (^0. Juni
So st�rmisch eingeladen, sagte Voltaire zu, �die gro�en Sch�nheiten und die kleinen Fehler" an Grt und Stelle
zu pr�fen (29. Juni Demn�chst stellte er seinen Vesuch f�r den September in Aussicht: �Also werd ich bald,
        
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