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Hof- und Landesverwaltung in der Mark Brandenburg unter Joachim II.

Full text: Hof- und Landesverwaltung in der Mark Brandenburg unter Joachim II.

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Schatulle', die i^on der eigentlichen 1)ofkasse, der �l^ofrentei" noch zu unterscheiden ist. Doch erfahren wir n�heres
dar�ber nicht. Einen �Kammermeister", wie er fr�her und sp�ter in Brandenburg nachzuweisen ist, kennt die l)of
ordnung II, nicht, ebensowenig einen Gberk�mmerer.
(Es fehlt �berhaupt an einem l)ofbeamten, der 6cn Dienst in des Kurf�rsten Kammer befembers 511 �ber
wachen l^itte; wir t?�rcn von einer �l�ol?i'5a�?l von �K�mmerern" ober �KammerjunFern", Me mir unter ��.-r Aufsicht
und Botm�figfeit bes l)ofmarschMs ftebeit, bes allgemeinen ijaupies d.'r galten ?)oft>erroaltung. (Eine besonders
wichtig Stellung nimmt unter ifjuen dcr �Cfy�rfuecrjt" ein. dcn man sich nicht als einen fimpdn portier, sondern
aU einen den K�mmerern an Hang gleichstehenden Kaualter denken mich, dessen Gbliegeicheiteu wohl denen eines
moberneu JUi^ela�jutanten entsprochen haben m�gen. Die Stellung bekleidete unter Joachim I,, vielleicht auch noch
um !^7,7, Aldrecht von Schieben, der uns sp�ter, \5%\, als kurf�rstlicher Hat und l>iushofnleister begegnet*
"Kuifiivrt3<>'1(�fi|11 "� ""f1(ptne jidpU; �?ntotiliu, br?nviij von polen. Stciin-Iiefs in e�np? ?rlcriimrii[imung Pc^ Serfitter Srffloffcs ans bn Kiirf�rpen
w�hrend der Orfrtecbr den Dienst im Por^iminer des Aurf�rsten hat, versammeln sich die K�mmerer' des
Borgens fr�h in einer besonderen �Stube" oder �Kammer", um auf den Kurf�rsten 511 warten, wenn er sein (befolge
511 sich eintreten l��t. Don dieser engsten Umgebung des Aurf�rsten, �die in unsere Kammer geschworen", mu� man
unterscheiden bas sogenannte �Kesellicht" oder den �Dienst", das ist die Gesamtheit der furfiirftlidien �Diener", die
am Hofe anwesend sind. �Diener" ist eine technische Bezeichnung f�r einen Edelmann, der sich dem Dienste bes
Aurf�rsten widmet, nnd zwar dem ritterlichen Dienste mit einer bestimmten Anzahl ger�steter Pferde; er empf�ngt
daf�r au�er dem Unterhalt bei l)ofc f�r sich, seine Ceute und Pferde (�Futter und ???afjl")eine Besoldung und oft
auch die Anwartschaft auf ein Cel^eu. ???an nennt diese �Diener" auch wohl zum Unterschiede von den �Kanunerbieuern"
1 Kern, 5. 2't. Sonf? 5. i?. in der Seftafluiig dl,'? 
in oicleit anderen Befta�nncjcn. � iRcgistcv 311 den ?el)it5rop?incn, 2>). September (526, r.4 (.� -' Sie bcifjciiand} wohl �Ka�nmcrbiencr".
Ein in tien ?e?|iis copia rien befon&ers hlinfiiX crnnibiittT �K?mntciWcttcr" ist Michael iiap pou iiiipbmj, dci- mit iinfni, liiiiifcni,auch mit
einem ganzen Dorfc bel^ttt n>nd. liciuiiug v�,� Qui^otp wird n.537 311111 ���atb, und Kammeri>iener mit ger�ftetcit Pferden" bcftcllt.
        
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