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Hof- und Landesverwaltung in der Mark Brandenburg unter Joachim II.

Full text: Hof- und Landesverwaltung in der Mark Brandenburg unter Joachim II.

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Ehe besa�t in den 3a ren J557� \5^5 noch sechs weitere geboren hat, non denen allerdings Me beiden j�ngsten
fr�h wieder verstorben sind. Don den Rindern erster Ehe war der Aurprinz Johann-Georg l537 (5ur Zeit des
ersten Entwurfes der Hofordnung) zw�lf Jahre alt; cr und seine j�ngere Schwester Barbara wurden am 15. Februar \5^5
mit den f�rstlichen Geschwistern von Lieanitz und Vrieg verm�hlt. Der zweite Sohn aus erster Ehe, Markgraf
Friedrich, der zum Vischos non t^avelberg postuliert wurde und J552 a?s fr^lnfc?iof von 2T?a0�?burg und Vischof
von f)ar>elber�i starb, war (530 geboren und befand sich wohl zur Zeit des ersten Entwurfes der yofordnung noch
im �Aindsgemach"; zurzeit der
zweiten und dritten Raffung aber
( \5^� 5^5) hatte er bereits
fein eigenes �Gemach", wie sein
�lterer Bruber, der Aurprinz. Die
Mutter des Kurf�rsten, Elisabeth,
kbte nicht an dem Hofe 511 Coin
an der Spree, wohl aber die junge
Gemahlin des Aurprinzen; daher
unterscheidet die 2�larftaUorbnung
IDagen und f)ferde der �jungen
gn�digsten frau" von denen der
�gn�digsten Frau" schlechtweg,
worunter nur die regierende Hur*
f�rstin und die Aurprinzessin ver^
standen werden k�nnen. Des Kur
surften �Aammcr" war geschieden
von dem �Frauenzimmer" seiner
Gemahlin; jedes hatte seine be-
sondere Dienstordnung und sein
besonderes Personal.
�Aammer" ist ein au�er^
ordentlich vieldeutiger Name da-
mats. Er bezeichnet zun�chst die
intimen R�ume des F�rsten: sein
Schlafgemach, sein Audienz- und
Arbeitszimmer, bann auch seine
Schatzkammer und Schatulle. 3n
pommem unterscheidet man (^62H)
die f�rstliche CeibFamiuer von der
Hefotif�rukder (Branbrijj des Serlirter 5chlossc5 uni 1,s>Nl�, Aus Sortmantl: Die Bail" und Kun�t�enFnidfn ti�ti B�rlin
kandkammer, in welcher Aanzler, Schlo�hauptmann, Aammerrat und kandrentmeister das Rechnungswesen der l)of
und Haushaltung traktierend Unsere branden burgischc Hofordnung spricht ausf�hrlich nur von dein, was man in
f)ommcrn �keibkammer" nennt. Wie das Rechnungswesen eingerichtet war, werden wir noch sehen; die Bezeichnung
�Aammer" findet sich daf�r erst sp�ter (�Amtskammer"); wohl aber begegnet das Wort �unsere Aammcr"
in der Hofordnung selbst und mehrfach in Urkunden jener Zeit in dem Sinne einer f�rstlichen Arivatkasse oder
1Es m�ren ihrer sieben geboren worden, aber vier waren in den erfteii �ebensjaifnn gestorben. Pie Nachivcisnngcn m der
vomK3nigl, tyansat�j'w Ijcr?usgcgebciicH Genealogie t'es (Sefam^aufes Sof�citjoitern 5. 2\f. � 2 Kern, deutsche kioforonungcn 3. (5? u. jcof.
        
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