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Hof- und Landesverwaltung in der Mark Brandenburg unter Joachim II.

Full text: Hof- und Landesverwaltung in der Mark Brandenburg unter Joachim II.

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Pou diesen D�rfern gingen namhafte Gelreideabgaben der Bauern und lioff�ten an den 2�Tufylenr;of, 3" eigenem
kurf�rstlicher Bewirtschaftung standen die Vorwerke Sch�neberg und Wilmersdorf, pou denen da? eine S, das andere
7 laufen, je m drei getrennten Ackerst�cken, umfa�te, und zu denen gro�e Sch�fereien von je etwa 800 Schafen geh�rten.
Die Bewirtschaftung dieser Vorwerke erfolgte Dorn Nl�hlenhof au?, wo and} die Ernte eingefahren wurde, und zwar
nuter der Aufsicht des 2Xnitniauns, dein als unterer �Ptrtfc^afisbcamter auf jedem Vorwerk ein �To�t'7 zur Seite stand.
Ine landwirtschaftlichen Arbeiten wurden in der Hauptsache durch Frondienste der Bauern und Koffdten, niclit blo�
aus den D�rfern Srf)?ueborg und Wilmersdorf selbst, sondern auch aus Cempelhof, NIariendorf, Canfnnij
bestritten.' Unter abgesonderter Verwaltung stand bas gleichfalls zum ZTi�I)IeuE)of geh�rige Gut iH�I?lenbecf, �ber
dessen BetDtrtfdjaftuug aber der Amtmann auch eine gewisse Oberaufsicht zu f�hren hatte, ebenso wie �ber bk
Bebauung der Weinberge vor den Toren Berlins, w�hrend die Bereitung dcs Weines durch die beiden Weinmeister
nicht auf dem �n�fyleufyof, fondern anderswo, vielleicht bei den Weinbergen selbst oder im Scfjlo^feller stattfand.
(Scir�tbef?liifjfleine t� bei pou Ion^n�! U. gebauten l??pc?e ?>cs BotUncr Sd}lo$ts
3er Derwefer de? hat zugleich Anteil an der allgemeinen Kontrolle der Wirtschaft auf den
kurf�rstlichen Aemtern. Neber seine bei der Abnahme der Amtsrechnungen wird noch weiterhin zu reden
sein. Er h�lt ein laufendes Verzeichnis von allem, was an Naturalien aus den Aemtern an den geschickt
wird. Die� vergleicht er mit einem Register, in dem angegeben ist, was j�hrlich aus einem jeden Amt an den i)of
zu liefern ist. Wo sich die Aemter im zeigen, inahnt er das, was ausgeblieben ist, ein. Sreignen sich
Ausf�lle, so hat er beizeiten daf�r zu sorgen, da� das, was am Bedarf deg Hofeg fehlt, eingekauft werde, damit
man keinen Klange! leide. Auch das ist ein wo das lei�it einrei�en konnte.
Aus dem werden in der Hauptsache A�che und Aellcr des Schlosses versorgt. ,^ur K�che geh�ren:
der K�chenmeister, der A�chenschreiber, �, 7 A�che mit einigen Anechten und jungen und dag �brige Nnterpersonal,
wie Vrat'neister, Bratenwender, 2lufsp�ler, Fischer, R�ther Fleischer) und Torw�rter. Als R�cken
meister fungierte zun�chst 1)ans Tempelhoff, zugleich B�rgermeister von Berlin; sein Nachfolger war lscit etwa)
l)ans 25!ankenfelde, gleichfalls berliner B�rgermeister.- Diese eigent�mliche Personalunion so verschiedenartiger
1 i^olt^c a. a. (')., 3^f., �i?d^ dein (Erbrcgificr von l."'H, bas im luefent?tdjen, tilujcfi'bi'n doii ben i�3ipifc^eii perau�cctcn
?infiiiifteii, mit &em �fil?>e iilu-mufti innit, bas eine ��crfjmiiig aus der ,^eit pou t536 etwa (5.2^�26) pou oer IPirtfdjaft auf brin
iniihlcuhnf gibt. � s K�ebcl, Cod. dipl. Brand. AVJI, 5,
        
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