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Hof- und Landesverwaltung in der Mark Brandenburg unter Joachim II.

Full text: Hof- und Landesverwaltung in der Mark Brandenburg unter Joachim II.

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M�llenhof mit eingenommen. Seit \57>y aber erscheint in biefer Stellung Hans von Cermo, als Aiutmann vom
�nollenfyof auf zehn bestellt, mit einer Besoldung von \dO Gulden j�hrlich.^ Unter diesem Beamten steht der
Aintsschreiber, der Z�llner, der M�hlmeister, B�cfcr, Schl�chter, Trauer und andere Hnterbebiente famt dem Gesinde.
Dies ganze Personal bildet jufanimen eine besondere gro�e Haltung. Der Verweser soll mit ihnen allen zusammen
in einer bequemen Stube des M�llenhofes Mahlzeit halten und darauf sehen, da� jeder seine Geb�hr empf�ngt, aber
auch seine Arbeit tut uub sein Gewerbe versieht, da� nichts vergeudet und veruntreut wird, und da� unbefugte fremde
Personen ferngehalten werden.
Der Hauptbetrieb war der in den mer alten kurf�rstlichen M�hlen 2 am Damm. Hier wurde nicht blo� das
Getreide gemahlen, bas man am Hofe brauchte, sondern auch die 33�vact von Verlin und om Z�llner das Futter ausgegeben; wer es zu dieser Zeit nicht abholen l��t, geht dessen
verlustig lind mu� sich selber suttcrn. Der Futtermarschalk soll immer in eigener serson dabei sein, er soll darauf
sehen, da� sich die Stalljungen nicht un, die Futterrinnen dr�ngen, sich nicht schlagen, rausen oder anderen Unfug treiben,
da� jeder, sobald er sein? Geb�hr empfangen hat, von den Futterrinnen wieder abgewiesen wird; die Futterzcttel hat
der Futtermarschalk oder der Z�llner, einen dem Hofmarschalk, den anderen dein Verweser des M�hlenhofes nach der
Abendmahlzeit zu �bergeben, und zwar pers�nlich, nicht, wie bisher, durch jungen und andere Personen, wer
in Diensten des Aurf�rsten am Hofe anwesend ist, empf�ngt das Futter, und zwar nur f�r die festgesetzte Zahl von
Pferden. Wer im Dienst s�umig ist oder auf Urlaub sich befindet und eins oder das andere seiner f)fcrde am Hofe
hat stehen lassen, erh�lt das Futter nicht; das hat der Marschalk anzuordnen und zu �berwachen.
Zum M�hlcnhos geh�ren mancherlei Eink�nfte. Hier ist die Zentralstelle f�r die Vereinnahmung der Gef�lle,
die auf Grund des alten M�hlenregals von ausw�rtigen landesherrlichen M�hlen, namentlich zu Vrandenburg, Rathenow,
Mittenwalde geleistet werden. Ferner geh�ren zu dem Amte die D�rfer Sch�nebcrg, Wilmersdorf, Arnsfclde, Vuchholz,
Heiligensee, Rotzies, G�tergotz, vor allem Rosenthal, das Joachim II. nachmals der sch�nen Gie�erin geschenkt hat.
1�ohnscppiitr, 2&. 3eptember U09. Pic Besoldung war f�r damalige Heit sehr ansehnlich. Dus hatte feinen Grund darin,
da� der Amtmann auf dem �??hr|Ieii^of eine besonders verantwortliche Per trau ensftcliHiig einnahm. Pic I^oforbiiung sagt von ihm, da�
bei Kurf�rst ihm mcl^r als seme� unseren Dienern vertraue uni) ihn deshalb and? stattlicher als die anderen unterhalte. (5. (<*.) �* Da� die M�hlen von jeher kurfnrstlich gewesen waren nnl> nur vor�bergehend w�hrend des Ailfstandcs von \n%?/%8 im Besitze der
St�bt gewesen waren, betont gegen�ber der irrtnmlichen hcraebrachw� Allsicht, da� sie urfpriittg?id? st�dtisches Eigentum gewesen unb
erst bei der Unterwerfung der St�dle Berlin und C�lu in� Jahre \^h in den besitz des Knrfnvftett �bergegangen seien, Fr. Holtze in der
Adhmldllmg: �D?s Amt M�hlenhof bis H�oo" (Schriften des Vereins f�r die Geschichte Berlins 58>,H, 5. l(�ff-)*
        
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