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Friedrich der Große und Joseph II. in Neiße-Neustadt

Full text: Friedrich der Große und Joseph II. in Neiße-Neustadt

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um den russischen Fortschritten l)alt 511 gebieten. Im weiteren verlaufe der Unterredung entwickelte der Kanzler seine
Gedanken �ber die Raffung des Schreibens, das der K�nig an Katharina richten foute. Pas Wesentliche ist, da� Kauni�
sich im Rainen seines 1>ofes bereit erkl�rte, oie Dcrmtttelung an�unerjmeu, wenn fie audi von Ru�land angetragen w�rde.
Kant die Permittelung f�r den ET�rfenrneg zustande, [0 lag es nahe, fie auch auf die polnischen Unruhen
auszudehnen. (Tatf�djlici} hat dann and) Kaunib, dic (Gelegenheit wahnielimend, auf die alten plane Zur�ckgegriffe�,
mit dein Vorschlag: Ru�land folle den Mkationsplan entwerfen, treusten und Gesterreich dessen Durchf�hrung und,
uadi R�umung Polens durch oie russischen Gruppen, aud) dessen Garantie �bernehmen.
Diese Unterredung des 4. bildete den l)�bepuntt der .l>nsainmenkunft in ?�eufiabt, Neber den Eindruck, 6011
der Kanjler auf ihn �nachte, sprach sich der K�nig tags darauf 311 feinem Gesandten in �Dien vertraulich dahin aus:
�Raunitz hat nur eine lange Vorlesung gehalten. Ich glaube, seinen Charakter durchschaut 511 haben. (Er ist ein
geistvoller �l�ann. Sein Urteil ist gesund und klar, aber er ist so stark von sich eingenommen, da� er sich f�r ein
pelitisebes Orakel h�lt und Me �brigen �Neus^en f�r Sch�ler, denen er seine IWisr/eit eintrichtern will. 3n nur
pers�nlich, glaube ich, bat er nur einen ���ilitar gesehen, der von Politik keine Ahnung hat. Unb", damit schlie�t
Friedrich, �ich kann nicht leugnen, da� er mich ein bi�chen am�siert hat."
'
Noch eine dritte Unterredung batte dcr Kdnig mit dem Kanter, der am Nachmittag des 6. September, unter
dem Normand, sich zu verabschieden, ihn abermals auffndito. Das Gespr�ch drehte sich jedoch im wesentlichen um
den Auslausch des ..politischen Katechismus"- und um die Vereinbarung, da� In wichtigen fragen entweder die
?t�onardjen sich pers�nlich oder durch ihre Gesandten verst�ndigen sollten.
In der Fr�he des folgenden Cages verlie� der A�nig Neustadt, und Aaunitz begab sich auf sein Landgut
Auslerlitz, un�, wie ihm voll Anerkennung Theresia schrieb,' sich auf seinen �unblutigen Lorbeeren" auszuruhen.
�(fyiumfinjiiiuf hl� ."Miuimninifunft t>. ?t- mil 3ofrpli 11. i� IlItiHJi(l!-;�i'iiilnbtfcpti'iubct |T7(l
IV
�Ich bin sehr zufrieden mit meiner Reise, alles geht nach Wunsch", erkl�rte der K�nig wenige Cage nach der
Zusammenkunft in Neustadt vertraulich dem Prinzen Heinrich/
Alles kam darauf an, wie die Russen, denen er, nach der mit Aaunil;getroffenen Verabredung, das !)ermittekmgs
gesuch der Pforte �bersandte, dieses aufnahmen. Es gen�gt, die Entwickelung in gro�en Z�gen zu skizzieren/' Die
' Dgl. p. (t, 50, 1 1 l-, liier fei auch auf bas intentante Urteil vmviefen, bas Kaifcr 30fr�-''? m Dezember i'?i ?�ob?> aegettfibeK
f�llte, iti�em er, auf Kauni^ i}int�eiitenb, eiFIarte, da� !>cm K�nig die Heiner Jufammenfunft, wo mau �freim�tig*1 sich gegeneinanbet
ansgefprot^cn h�tte, besser geftillrll traben d�rfte als dic ooti Neustadt mit ifjret �Politik" vgl. 4.^. ?. r�|, 590). � s Durch die beiderseitigen
Gesandten winden sp�ter 3Jbfd?rtften ausgeroedtfett (p. ?. 30, 196). � 3 vgl.Seer, i?rdfio, 5. 5.DK. � 4 9. Sepiembet \7io !^f>. (?. U2). �
J
'
Dgl. f�r die tFiitjelluMten P0I3, orfdjiimjen, 2.'d. (8, 5. l�iff.
        
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