Path:
Friedrich der Große und Joseph II. in Neiße-Neustadt

Full text: Friedrich der Große und Joseph II. in Neiße-Neustadt

113
in seinem Tagebuche niederschrieb: trotz aller freundschaftlichen Aimdgebungen bei dem Abschied habe jed>,'r bei sich
selbst gedacht, da� man �eines vielleicht nicht sehr entfernten Tage�" sich wieder �beim Kragen packen" n)�r6e.
K�nig Friedrich andererseits wollte glauben, da� Joseph ih�n personlich wohlgesinnt fei,laber er f�rchtete, wie erw�hnt,
dessen brennenden Ehrgeiz, auf den er sogar in einer l'on ihm entworfenen und feinen Gesandten mitgeteilten, ostensiblen
Charakterskizze anspielt, mit den Worten,
Joseph werde Aarl V. noch �berfl�geln und
in Europa von sich reden machen, �sobald er
die Arme frei habe".-
Vei seineiu Abschied in lud der
Aaiser den Aonig ein, im folgenden Jahre den
besuch auf �sterreichischem Vodcn zu erwidern.
Damit er�ffnete sich eine neue serspektwe: e5
handelte sich nicht nur um eine Fortsetzung der
angekn�pften pers�nlichen Beziehungen, sondern
auch um die Wetterf�hrung der begonnenen
Verhandlungen.
lii
bildete bas Ergebnis der l�usammeN'
kunft in auch nicht niehr als das
Rcutralit�tsversprechen, das Aaiser Joseph und
der R�nig f�r ihre Staaten austauschten, fo
entbehrte das Abkommen in dieser Zeitlage doch
nicht der tieferen Vedeutung. Noch im Fr�h
j�hr 1^767, als der Aonflikl zwischen beiden
Aaiserh�fen offen auszubrechen drohte, hatte
auch der Aonig zu neue,� lOaffengangc r�sten
m�ssen. !?ei 2lusbruch des T'�rkenkrieges, der
ihn verpflichtete, die Russen mit einem Hilfs-
korps oder mit Geld zu unterst�tzen, hatte er
diese bestimmt, sich mit Subsidien zu begn�gen,
indem er darauf hinwies, da� seine unmittel
bare Beteiligung am Ivampfe auch Vesterreich
zum Eingreifen veranlassen werdet Vas wei�er
Abkoinnien gab demnach eine neue Gew�hr,
da� das Ariegsfeuer auf seinen urspr�nglichen
Herd beschr�nkt blieb.
(Pro^e utiti 3�f*pf!H- '� Hei�e. Itupfcrj�irf;ooti , � 2 �gl. p. (?, :<>, 06. Die Don Himpau in feinem Aufsatze �ber
�efyttifdj, &cii (Erjicfier Jricftridj-Iliil^elntsJH., erw�hnte �5?otiz", bit* er f�r die �2Itt�eruit0 eines (^ciui,eii" der Hei�er Zusainin^nkiuift
h�lt (09?, I7otiett3ollcttt 'Jahrbuch �yo^ 5. 220/ ist identisch mit her obigen C^acflftcrffi3je II, � " vgl. p. ?. 27, 585. 597f.-
28, 496. 5
    
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.