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Friedrich der Große und Joseph II. in Neiße-Neustadt

Full text: Friedrich der Große und Joseph II. in Neiße-Neustadt

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Friedrich stand am Fenster der bisch�flichen Residenz, wo er Wohnung genommen (jatte, und erwartete den Aaiser.
Hur5 vor 12 Uhr mittags traf dieser In einem halbverdeckten, von sechs Postpferden gezogenen IDagcit ein, nur von
einem k�niglichen K�ufer geleitet, da er seinein Wunsche gem�� inkognito reiste. Er sa� links, wie ein Augenzeuge
schildert, �in einen� elenden gr�nen Rocke mit roten Aufschl�gen, ohne irgend ein Abzeichen", so da� das Volk den
Herzog Albert zu feiner Rechten �in feiner wei�en Uniform, mit einen� Stern vor der 23rnft;', f�r den Monarchen
hielt, w�hrend das Gefolge und die Offiziere Spalier im Hausflur bildeten, schritt Friedrich die Treppe herab, dem
erlauchten Vesuch entgegen, doch der Kaifer - �er lief mehr, als da� er aus dem wagen ging" � stand schon
vor ihm. �Veide Monarchen", so f�hrt unser Gew�hrsmann in seiner naiven Schilderung fort, �stutzten zur�ck;
bald erholte,� fie sich, umarmten einander wiederholentlich." �Das ist der gl�cklichste Tag meinem Gebens!" rief Joseph
�berschwenglich, 1 Darauf begr��te er den Prinzen Heinrich, den preu�ischen Thronfolger und de�� ?��arfgrafen von
Ansbach 'Vaireuth, die de�� A�m'g begleiteten. Als dieser seinen Gast die
Treppe hinaufgeleiten wollte, ereignete sich eine seltsame Szene. Der Kaiser
weigerte sich, vorauf oder rechterhand zu gehen, �sonder�� spielte dem A�nig
mit vieler Behendigkeit das Pr�venire" �, wie es in einen� Berichte
w�rtlich und mit Gebrauch desselben sclncksalschweren Wortes hei�t, das
vor Ausbruch des letzte�� gro�en blutigen Aampfes zwischen 
    
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