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Friedrich der Große und Joseph II. in Neiße-Neustadt

Full text: Friedrich der Große und Joseph II. in Neiße-Neustadt

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Friedrich der Gro�e und Joseph II. in Aeisze und Neustadt
vml
Gustav Verthold Volz
>i*in I^ierteljahrhundert hatten sich Gcsterreich und Preu�en, 2Naria. Theresia und Friedrich der Gro�e in erbitterter
Feindschaft gegen�bergestanden, bref Ariege miteinander gef�hrt, der Sieg und damit der 23efi? Schlesiens war in
Friedrichs IJ�nben geblieben. Va trat eine Wendung in dem Verh�ltnis beider lU�djtc zueinander ein. Die
ITlonardjcnsufatmncnf�nfte in Nei�e und Neustadt bezeichnen den H�hepunkt dieser Entwickeluug. Noch einmal darauf
in friedlichen! Vertrage, in der Teilung Polens standen bdbc fl�chte zusammen; dann entbrannte von neuem die
Feindschaft, die um der bayrischen Erbschaft willen zu einem vierten tDaffengange f�hrte. l\nb in offener Gegnerschaft
gegen Habsburg ging Friedrichs Regierung 311 Ende.
seitdem das wesentliche Aktenmaterial von �sterreichischer und preu�ischer Seite ver�ffentlicht vorliegt, reizt die
Aufgabe, das Problem zu untersuchen, wie es dazu kam, das; der ungeheuere Gegensatz f�r eine UX'ile wenigstens
�berbr�ckt wurde, und wie er dann doch hiebet zum Durdibrudi und 511 erneuter Herrschaft gelangte. Denn datiert
der Beginn bes. ?uftrums besseren Einvernehmens auch von der Zeit, da Joseph II.,nach dem Tode seines Katers
Franz I. von 2Naria Theresia zum OTtcegenten ernannt, auf der politischen Schaub�hne erschien, so behielt doch nach
wie vor der Staats kanz 1er F�rst ?Den$el Kauui^ die Leitung der �sterreichischen Politik in H�nden. An anderer Stelle
habe ich den Gang der preu�ischen Politik seit dein f)ubertii?burgev Frieden im besonderen Hinblick auf die erste
polnische Teilung geschildert, aber nur m gro�en Umrissen die Zusammenk�nfte in Nei�e und Neustadt skizzieren
k�nnen,' so sei es mir gestattet, diese im folgenden eingehender darzustellend
Anmerkung, Hebet dem �tel: Allegorische Verherrlichung der (Eintragt zwischen Friedrich dem Gro�en und Joseph II. Kupfer*
stich von Rosmaesler.
1 I^olz, Prinz Heinrich von Preu�en uud die preu�ische Politik vor der ersten Teilung polens (Forsch, zur branden!�, nud prcu�.
Geschichte, 23b. l,8, 5- 55lff.). � 2 *'11 Darstellungen kommen f�r unsere Untersuchung in Betracht, auf �sterreichischer Seite: D�fl Arnech,
Geschichte l??aria-?t[ci'ffta5, Bb. VIII(Wien \S77)\ Beer, Die erste Teilung Polens, 2 l^f. uud Vokumenteubaud (Wien \ai5)f und Die
Zusam me�f�nfte 3ac II,und Friedrichs II.311 Nei�e und Neustadt (Archiv f�r �sterreichische Geschichte, �^b. 4?, S. 383 ff.) ouf preu�ischer
Seite; von Ranke, Die deutschen M�chte uud der F�'rstenlnmd, T5d, I(leipzia (87t); Reimann, Retten Geschichte de? preuftischen Staates
�MI l?nl'eilu3burger rieben bis zum wie'ier Kongre�, 80. I(C5otba , uud Aoscr, K�ntij Friedrich der Gro�e, 2?b. II(Stuttgart
und Berlin (<>O3). Das �sterreichische Aktenmaterial, von �tet und von 2Jrnctl) in den genannten Arbeiten ver�ffentlicht, weist leider noch
bedeutende kucken auf, N'�'hrciid bas preu�ische in BE). 2.', bis 30 der �politischen Correspondent Friedrich!? des Gro�en" (herausgegeben
von Polz, Veilin \899 bis (905; k�nftig zitiert: p. C.) vollst�ndig enthalten ist.
        
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