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Das Marmorpalais im Neuen Garten zu Potsdam

Full text: Das Marmorpalais im Neuen Garten zu Potsdam

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benutzte Raum wegen der reizvollen auf Seide gemalten Ambesken-Dekoration, die nebst den: plafond von dem bereits
vielfach genannten Rosenbcrg nach der vom K�nige �approbierten" Zeichnung ausgef�hrt wurden.
Infolge der anhaltenden Bewohmmg des Palais war es leider nicht m�glich eine Anzahl diefer sch�nen
Wanddekorationen, Kaminaufbauten und M�bel photographisch aufzunehmen, die mit das Vollendetste sind, was die
Berliner und Potsdamer Dekorationskunst dieser Jahre hervorgebracht hat. Don besonderem Reize ist diese Aus-
schm�ckung des Marmorpalais gerade dadurch, da� in ihr der Charakter des Landhauses festgehalten ist, Prunk und
Ueppigkeit der Dekorationsmittcl �berall vermieden, Geschmack des Entwurfs und der Zeichnung sowie Vollendung
in der technische?: Ausf�hrung von allen Beteiligten aber mit bestem Erfolge erstrebt sind.
Der Vau als solcher bedurfte allerdings gleich nach seiner Fertigstellung einer sehr eingehenden Gesamt-
rcvaratur, da das Dr�ngen des K�nigs nach baldiger Fertigstellung zu Uederst�rzungen Veranlassung gegeben halte,
und das Geb�ude noch nicht gen�gend ausgetrocknet war, als die Innendekorationen hergestellt wurden. Diese
Reparaturen waren so umfangreich und eingreifend, da� sie 60385 Taler Rosten verursachten. Namentlich scheinen
die gemalten Decken durch die Feuchtigkeit gelitten zu haben, denn der Dekorationsmaler Verona erhielt f�r Ausbesserung
von solchen allein 5850 Taler ausgezahlt. Trotz dieser umfangreichen Reparatur sind eine Anzahl der Decken in
diesem Jahre anscheinend ganz neu geinalt worden, da die zum Teil erhaltenen und abgebildeten Entw�rfe daf�r erst
im April 5?93 vom A�nig genehmigt wurden. F�r diese Neuherstellung der Deckenmalereien haben sich aber keine
Rechnungen gefunden, sondern nur solche der ersten Malereien von ;?90.
Gleichzeitig mit dein Palais erbaute von Gontard die durch einen verdeckten Gang mit dem Souterrain des
Schlosses verbundene am See Gelegene A�che in Form einer antiken Tempelruine. Die abgebildete Skizze aus der
Zeit der Erbauung 
    
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