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Hohenzollern und Oldenburg-Schleswig-Holstein

Full text: Hohenzollern und Oldenburg-Schleswig-Holstein

7des heiligen g�ttlichen Wortes nicht k�nnen gehalten werden". Erst im Sommer hat die �Markgr�fin von
lichtenburg", wie man sie seit 1536 nach dem ihr damals als Residenz einger�umten kursachsischen Schlosse nannte,
sich auf dringendes Zureden ihres j�ngeren Sohnes, des Markgrafen Hans, zur Uebersiedelung in die Heimat bereit
gefunden; auf dem damals noch nicht zu einer Feste ausgebauten Spandauer Schlosse hat die Frau die letzten zehn
Jahre ihres an Pr�fungen so reichen tebens zugebracht: �wir k�nnen", schreibt sie einmal, auf dieses teben
zur�ckschauend, an den Markgrafen Hans, �Euer tiebden aus m�tterlicher Treue nicht bergen, da� der liebe fromme
Gott aus v�terlicher liebe und Treue uns mit den: heiligen Areuze mannigfaltig und reichlich begabt hat, beide mit
Krankheit, Armut, Elend, Tr�bsal, Erschrecken, davon nicht zu sagen ist. Wir hatten nicht glauben m�gen, da� solche
Wesen auf Erden sein k�nnten, und m�gen mit Hiob tr�stlich sagen, Gott gab, Gott nahm, sein Name sei gebenedeit
in Ewigkeit". In ihrem Testament vom 9 5550 dankte sie zuv�rderst dein Allm�chtigen, da� er sie mit der
wahren Erkenntnis seines einigen Hohnes begnadigt habe, bat und beschwor dann ihre S�hne und alle ihre Nachkommen,
�um ihrer eigenen Seligkeit willen" das heilige g�ttliche Wort und Evangelium, welches Gott aus besonderer Gnade
in diesen unseren Zeiten in Deutschland hat scheinen lassen, von Herzen in einem rechten, best�ndigen, reinen Glauben
anzunehmen und bis ans Ende lieb zu haben und zu behalten, bat auch endlich um ein keichenbsg�ngnis �ohne
p�pstliche Zeremonien und Gepr�nge".
Ende Mai �a Elisabeth bei zunehmender Schw�che ihr Ende nahe glaubte, lie� sie den Aurf�rsten
Joachim zum letzten Abschied zu sich nach Spandau bitten. W�hrend der Sohn dort weilte, trat eine leichte Vesserung
ein, man kam �berein, da� die Aranke nach Verlin gebracht werden sollte. Ehe noch dort die Wohnung f�r sie
zugerichtet war, lie� sie am dem Aurf�rsten schreiben: es sei ihr in Spandau, als ob ihr Haus und die
ganze Welt auf ihr laste, sie bitte flehentlich, ihr doch den letzten willen zu tun und sie nach Verlin abzuholen.
Gleich in der Fr�he des folgenden Morgens, am ersten pfingsttage, fuhr Joachim nach Spandau und geleitete pers�nlich
die Mutter am Abend nach Verlin. Dort hat sie noch neun Tage ihre schweren Leiden mit gro�er Geduld getragen.
Als man an ihrem Arankenlager von einer bevorstehenden Mondfinsternis mit geheimnisvollen Besorgnis sprach, soll
sie gesagt haben: �Was erz�hlt Ihr mir von Mondfinsternis? Ich traue auf Gott, der Himmel und Erde, Sonne und
Mond gemacht hat und auch jetzt alles gut machen wird. Ihn allein stehe ich an, da� er mich ohne Zeitverlust in
seine H�tten aufnehme, wohin ich mich sehne". Am 50.Juni ward ihr Wunsch erf�llt. Gestern zwischen eins und
zwei Uhr nachmittags, so berichtet der Aurf�rst am seinem in der Ferne weilenden Vruder, sei die Mutter in
sanfter Ruhe selig verstorben.
eine zweite d�nische Prinzessin begegnet uns in der Reihe der evangelischen deutschen F�rstinnen des Reformations-
zeitalters. Es ist Dorothea, die Cousine der Aurf�rstin Elisabeth, Tochter Friedrichs I. von D�nemark und jener
brandenburgischen Markgr�fin Anna: die erste Herzogin in Preu�en.
Der Hochmeister Albrecht von Brandenburg aus der fr�nkischen Nebenlinie, Enkel des Aurf�rsten Albrecht-
Achilles, dessen Namen er trug, hatte �as geistliche Aleid ausgezogen, zu Arakau das Grdensland Preu�en als
weltliches Erbf�rstentum von der Arone Polen zu kehen genommen und im Umritt durch das Herzogtum aller Vrten
die Erbhuldigung sich leisten lassen. Er sprach die Absicht aus, nachdem er den falschen Vrden abgelegt habe, jetzt
in den einzigen rechten Vrden, den Gott selbst gestiftet, zu treten, in den heiligen Ehestand. In D�nemark, dessen
neuer ASniZ Friedrich I., nicht anders als sein gefl�chteter Vorg�nger Christian II,, der kehre tuthers zuneigte, durfte
der evangelische F�rst auf Geh�r hoffen. So lie� er, der Neununddrei�igjahrige, noch im Sommer <525 un, die
Hand der einundzwanzigj�hrigen Prinzessin Dorothea werben und sandte demn�chst eine feierliche Gesandtschaft unter
F�hrung des Vischofs von Pomesanien, Erhard von Huei�, an den d�nischen Hof: am Februar wurde
        
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