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Hohenzollern und Oldenburg-Schleswig-Holstein

Full text: Hohenzollern und Oldenburg-Schleswig-Holstein

22
er�ffnete. An, 22, �ffnete wieder bas Opernhaus seine Pforten zu �per und Redoute, am 23. gab die regierende
K�nigin ein Gartenfest in Sch�nhauser das den K�nig und die �brigen G�ste bis zwei llhr in der Fr�he vereinigte.
Am n�chsten Tage w�r der schwedische Botschafter der Gastgeber. F�r den Tag der Abreise hatte der K�nig �pour
faire diversion au chagrin" noch eine �per angeordnet. Die Aronprinzcssm erschien als Amazone in rosafarbenen:
mit Silber durchwirkten! Gewand, mit einer kleineu �Defte, Aragen und Aufschl�gen von seladongr�ner Farbe, auf
dem Haupt einen kleinen englischen Hut von schwarzem Samt mit wei�er Feder, um das flatternde Haar ein rosen-
rotem Vand gezogen. �Sie war sch�n wie Amor", dezeugt unser Gew�hrsmann, �aber diese ausgesuchte Aleidung, die
ihre Reize so wirkungsvoll hob, lie� uns um so empfindlicher ihren Verlust bedauern und verk�ndete uns / da� die
Stunde gekommen war, da wir sie zum letzten DlaU sehen sollten. Im zweiten Akte trat der junge Prinz Ferdinand
(damals vierzehnj�hrig) in die gro�e toge, warf sich der Prinzessin um den Hals und rief weinend: ,GH, meine liebe
Ulrike, es ist vorbei, ich werde Vich also nicht mehr wiedersehen'. Diese Worte waren das Signal f�r den in aller
Herzen eingeschlossenen Schmerz, um ihn mit der gr��ten Heftigkeit ausbrechen zu lassen. Vie Prinzessin antwortete
nur durch Schluchzen, indem sie ihren Nruder in den Armen hielt. Die beiden K�niginnen konnten ihre Tr�nen
nicht zur�ckhalten, die Prinzen und Prinzessinnen folgten ihrem Beispiele, und wie k�nnten rechtschaffene Herzen ihre
Gebieter weinen sehen, ohne ergriffen zu werden? Ver Schmerz ist epidemisch, er ergriff in einem Augenblick alle
kogen des ersten Ranges, wo Hof und Adel sich befanden." Vie �per fand keine Veachtung mehr, man kehrte in
das Schlo� zur�ck, wo im Wei�en Saal statt der Abendtafel ein Imbi� von kalten und warmen Speisen (collation
en ambigu) bereit stand. Hier ncchm der K�nig von seiner Schwester Abschied. ?r dr�ckte ihr ein Blatt mit einem
Gedicht in die Hand, �die Prinzessin warf einen Vlick hinein und siel in Vhnmacht; wenig fehlte, da� dem K�nige
das Gleiche geschah, seine Tr�nen fl�ssen reichlich."
Ver Hochzeitshymnus und Abschiedsgru� des erlauchten Verfassers wird in diesem Zusammenhang gern
gelesen werden:
l'aller, ma s?ur, partez, ne voyez point nos pleures,
La Su?de vous attend, la Su?de vous d�sire,
Je vois d?s ? pr�sent le triomphant empire
Que vous prenez sur tous les c?urs.
Occupez le beau rang qu'un peuple vous destine,
Le Nord va poss�der l'Esprit et les Vertus,
Les talents de Pallas, les attraits de V�nus,
Avec l'esprit fort de Christine.
L'univers rend hommage au charme des attraits,
Vos gr�ces, vos app�ts, votre beaut� touchante
Vous assurent, ma sceur, que sans ?tre puissante,
Les mortels seraient vos sujets.
Mais je vois vous monter **ur un nouveau th��tre.
Exercer la cl�mence au sein de la grandeur,
Employer vos talents pour former le bonheur
D'un peuple qui vous idol�tre.
J'applaudirai de loin ? vos brillants succ?s,
Ainsi que les humains admirent en silence
Les miracles divins que fait la Providence
Et qui surpassent leurs projets.
Mais, � ciel, le temps fuit, sa course vous entra�ne,
Loin du climat natal, au templ� de l'Hymen,
Et je touche au moment que le cruel destin,
A d�termin� pour ma peine.
Instant qui nous s�pare! O redoutable instant,
Dieu I qui peut �touffer la voix de la nature,
Ce tendre et chaste amour, cette flamme si pure
Qui naissent des liens du sang.
(1 ma s?ur que j'aimais de sa plus tendre aurore,
� vous que j'ai ch�rie cent fois plus que mon ccrlir,
Recevez les adieux qu'exprime la douleur
De mon aine qui volts adore.
o Dieu! quel que tu sois, incertain Avenir!
D'un bras trop curieux ne levons point son voue;
Peut-?tre pour jamais notre funeste �tqilc
D?s ce jour va nous d�sunir.
Vei der Landung auf schwedischen, Voden, am Y.August l,?HH, in Aarlskrona, empfing die Prinzessin ihr
Gemahl, der Kronprinz Adolf-Friedrich, un, sie nach Stockholm zu geleiten. Noch von Rarlskrona aus entwirft
Ulrike in einen, Vriefe an den Prinzen August-Wilhelm von, 1A August folgende Schilderung: �Der Prinz hat
ungef�hr die Figur des Prinzen Ferdinand von Vraunschweig. <3r hat viel Geist, ist aber sch�chtern. Seine Haupt-
leidenschaft ist das Ariegswesen, er spricht davon mit Sachkenntni� und wird von den keuten von, Fach angebetet.
        
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