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Königin Luisens Kindheit und Jugend

Full text: Königin Luisens Kindheit und Jugend

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Soi aller Traulichkeit des h�uslichen Gebens nahm 6as f�rstliche Paar doch lebhaft teil an d�ni gesellschaft'
Hdvu Verkehr und den geselligen Vergn�gungen, wie fie die vornehmen Artist- des Adels in der Stadt Hannover reichlich
darboten. Die haupts�chlichsten Festtage waren der $. Juni, der Geburtstag des Aurf�rsten, und der \i),Januar,
der Geburtstag der K�nigin, die auch einige ��talc cou England nach Hannover her�ber faut, w�hrend K�nig Georg
selbst sein Stainniland bekanntlich nie gesehen bat. Auch die Geburtstage des Prinzen und der Prinzessin selbst wurden,
une sich versteht, festlich begangen; besonders gern wurden dabei theatralische Auff�hrungen veranstaltet, bei denen die
kleinen Prinze�chen Charlotte und Cherese
fdiou fr�h mitgewirkt haben. Diel besucht
wurden die 'Konzerte in der Conoou und in
der Neuen schenke und �bei l)ofe", befou6ers
sobald die K�nigin in Hannover verweilte.
Die beliebteste gesellige Veranstaltung jener
(5eit aber waren 6ie �Assembleen", die uns
der bekannte Verfasser de> Werkes lieber die
?hifainfeit, 3- �� 5tiiiinermanu, 6atnals
2Xtst in Hannover, geschildert hat.
�Herren und Damen, fo schreibt er
einem seiner Scftmeijer Freunde, erscbeinen
da in der �u�ersten Fracht, die Hamen tt�t
alle in Aleideru pou Atlas, die �ber und
�ber mit blondes mi� Spieen besehet sind
und in mantilles pou Flanderiscken Spieen,
die aber von einer Achsel zur andern, und
von dein Kinn bis an das Ixrzgr�blein
offen sind; in den haaren, au den Ghren
und am l)alse tragen fie alle Diamanten;
alle sind nach der neuesten pariser Art
frisiert' keine tr�gt ein KUi�; das nicht
nach den neuesten aus paris gekommenen
ZITuftern geschnitten ist; fein anderes wort
wird gesprochen als franz�sisch: auf franz�sisch
wird kokettiert, auf franz�sisch gcschcrzt und
auf franz�sisch gek��t."llliivic ?oiiiii'� �llbi'rtiitr, prinjclfin von ?}t\fxn �� Zlannfttibt, f^rof]limiter bei K�nigin tinjc
pil|�cll l",'�5^>ch W)2 Der priuj und die priii^effiu ver
kehrten besondere gern bei dem H�chst
kommandierenden Hannovers, dem Feloinarschall Sp�rcfcn, au�erdem bei den andere?, hannoverschen 2t6elsfamilieu, bei
den Kielmanitseggc, den �iupte6a;Centre, Vugsche, ?PalnuxSen, platten und �Dencfftcrn; auch der Name Hardenberg-
Reventlow begegnet einige 2UaIe in den Aufzeichnungen der Prinzessin; es ist der sp�tere preu�ische F�rst Staatskanzler
Hardenberg, damals Kammerrat in Hannover, der \7T� eine Kereutlou? geheiratet hatte, und ein Hans machte. Au�er
den Asfembleen gab es im i�inter 23��e aller Art - auch derb alle in VauxhaU �, und 5d?Iiiknpartieen, im
Sommer Spazierfahrten und Ausfl�ge nach Herrenhausen und dem Garten des Feldmarschalls, wo die �Iveyhenl�bc" stand.
Die politische, Cage in Hor66eutfdjlan6 war geeignet, diese ruhigen Freuden der Geselligkeit in Hannover
zu beg�nstigen T�Tan lebte in den stillen Jahren, die das ?n6c des Siebenj�hrigen Krieges von den Anf�ngen
der HepoUttionsfriege trennen; ein tMerteljatjrfyun�ert, so bedeutungsvoll f�r die knospende Vollbl�te des deutschen
        
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