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Burgen der Hohenzollern

Full text: Burgen der Hohenzollern

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(Eine der gewaltigsten Burgen, die zugleich lange Zeit die l)auptrefideuz der fr�nkischen l)ohenzoUern gewesen,
ist die bei Kulmbad) gelegene plaffenburg. Sic kam etwa uni die IHttte des \\. 3afyr??unberte an die Grafen
pou Audechs, von denen sich einige �Grafeil von plaffenbura," nannten. Als diese Familie !'.'^ alisstarb, ersten
Mo herz�ge von Zt�eran die wichtige Feste. I3�8 kaufte Burggraf Johann II. non N�rnberg die Bur� gegen
pfunb follet pou dein !)ause (>)rlam�nde. Uiufan^voi^ sind nun Me Nachrichten �ber das Ccben und Treiben
auf der Feste und die dar�ber erhaltenen Urkunden und Akten
geben zugleich manch kullurhiswrisch interessantes Leitbild. Unter
den Nachfolgern Johanns II. lieg Friedrich V, \Z6\ eine Kapelle
auf 6er V>m\\ der heiligen Elisabeth weihen. Nach )ol^ann III,,
der hier starb, kam die Feste dann an den Burggrafen
Friedrich VI., den ersten Aurf�rsten der IMat� Brandenburg,
"Klivie geil darauf sollte ihre Festigkeit einer ernsten probe unter
worfen werden. Denn im 3a*7rc T)0 versuchten die l)ussiteu.
die [0 viele Burgen zerst�rt haben, auch die plaffenburg 511
st�rmen, wurden aber am 7, Februar tapfer zur�ckgeschlagen, ohne
der hochragenden Feste wesentlichen Schaden zuf�gen 511 k�nnen.
2lu$ dein ?nbe des (5,3"^rljunbcrfs befitzen wir unter
anderem einen interessanten Bericht �ber den l)ofhalt unter
?t�arfgraf Friedrich IV., dein Weiteren. 2luster zahlloser niederer
Dienerschaft waren danial^. l� Aan^leibeainte, 5 Kapl�ne, S Edel
knaben uud 20 Edelfrauen am l)ofe des Nlarkgrafen versammelt.
Eine der wichtigsten Pers�nlichkeiten war der Hauptmann, der
mit einem ?anbfd)reiber und einem �?ogt seine Wohnung dauernd
auf der Burg halte. F�r Bau und (5efeinit> wendete Friedrich IV.
\{OOQ Gulden auf, lind 80 ger�stete und 20 unger�stete Pferde
standen jederzeit in seinem ger�umigen 2Narstall. U)ar so die
Burg selbst au�ergew�lmlich fest und gewallig, so war o.\\di f�r
eine Art Porpoftenbienft gesorgt. Augeblich waren !1 tDatttflntte
ringsumher im IDalbe verteilt, vou denen aus durch Feuerzeichen
ein nahender Feind gemeldet werden konnte.
erlebte die s'lasfenbnrg das tragische Ereignis der
Entsetzung Friedriche lV. durch seine Aasimir, Georg
und Johann, war fie nun dae Gef�ngnis des
entthronten ungl�cklichen F�rsten.
Ha�oliburg. Sargfiidie, angcHk^ 3otjann? dr^, �lldiiiitiftcn
?er Bauernkrieg, der seine schrecken in ganz Deutschland verbreitete, konnte den festen Dauern der Klassen
b�rg nichts anhaben, ber�hmt geworden ist dagegen das tragische Schicksal, welches die Vurg traf, als dcr Markgraf
Albrecht von Brandenburg, der mit den und dem Herzoge von iin Ariege lag, 1^5"�
hier seine suchte. Nachdem ein versuch seiner Feinde, die 25urg zu �berrumpeln, mi�gl�ckt war, begann am
?. Dezember dic eigentliche Belagerung durch den Feldhauptmaun Heinrich von flauen, dcm unter anderen
dic Cruppen Vambergs, Wiirzburgs, N�rnbergs und Gesterreichs zur Verf�gung standen.
N^ir besitzen zwei Zeichnungen, die die Vurg w�hrend der Belagerung darstellen und die offenbar von einem
Ariegskorrespoudenten jener Cage an (<)rt und stelle aufgenommen sind. Sie zeigen deutlich die Tage des Gel�ndes,
des feindlichen Lagers und der belagerten Feste und find in allen Gl�cken von einer Genauigkeit, die man bei �hnlichen
Berichten moderner Kriegsberichterstatter oft vermi�t, hielt sich die Nurg gegen alle Angriffe, aber um d
    
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