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Volume Burgen der Hohenzollern

Full text : Hohenzollern-Jahrbuch / Seidel, Paul (Rights reserved) Ausgabe 9.1905 (Rights reserved)

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Besitz gewaltiger Burgen wurzeln, deren Bedeutung in dieselbe Zeit fällt. Es muß mir daher vergönnt sein, scheinbar
willkürlich die einzelnen Erwähnungen aufeinander folgen zu lassen.
Die in der Nordwestecke der Stadt Nürnberg liegende alte ReichsSburg wurde auf einem niedrigen Sandsteinfelsen
 545 Meter über dem Meere erbaut und als Stadtburg ursprünglich so angelegt, daß der Inhaber der Burg
die Stadt schützen und beherrschen, mit ihr wie mit der umliegenden Burggrafschaft ungehindert verkehren konnte und
gleichmäßig gegen einen inneren oder äußeren Feind durc) Mauern und Gräben geschützt war.
Die Burg ist in gutem Zustande bis auf unsere Zeit gekommen; Turm und Pallas, Zwinger und Graben
sind wohl erhalten.
Burg und Stadt Nürnberg. Zeichnung von Wohlgemut oder Pleydenwurff im Germanischen Museum zu Rürnbera
Die Anlage zerfiel in einen äußeren, der Stadt zu gelegenen Teil, der von den Burggrafen bewohnt wurde,
und in die dreiteilige Hauptburg, die schon 1050 als Reichsburg genannt wird, und die Kaiser Friedrich-Barbarossa
vergrößert oder aufgebaut haben soll.
Im Jahre 1192 wurde das Burggrafenamt Nürnberg an die Hohenzollern übertragen und mit diesem Umte
war die Belehnung mit dem zwischen Burg und Stadt am tiefsten gelegenen Teile der Burg, dem sogenannten
Burggrafenhause, verbunden. Die Burggrafen hatten keinen leichten Posten: auf der einen Seite lag die kaiserliche
Reichsburg, die zu Zeiten einen eigenen Vogt hatte, den sie nicht zu mächtig werden lassen durften. Uuf der anderen
Seite fühlte sich die Stadt, deren Kräfte gewaltig anwuchsen, mehr und mehr beschwert durch eine Feste, die in ihrer
Mitte stand, sie fing daher an, sich auch ihrerseits gegen das Burggrafenhaus zu befestigen, indem sie im Jahre 1377
unmittelbar neben das burggräfliche Haus einen Turm, den sogenannten Cuginsland, seßte. Der Bau wurde offenbar

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