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kurfürstliche Schloss. Von den kahlen,
braunen Mauern bröckelt hier und da
in weissen Fetzen der „.'”- aus den
Fugen des Balkons über dc: Hausthür
bricht ungestört ein h<"7rüner, Junger
Birkenzweig, als w.l” ls soll es zur
Vergessenheit besti.:1 sein wie das,
was einst in diesem Zchloss geschehen
ist. Aber die alten Steine reden noch.
Sie erzählen von dem dickwanstigen,
gutmütigen und doch gestrengen,
frommen und doch recht lebenslustigen
Kurfürst Joachim, wie er aus
der Haide von der Wolfsjagd kam,
wobei er sich erkäl*tct hatte, so dass
er noch in derselben. "acht starb, und
wie dafür sein. ":mmerdiener, Münzmeister
und Arzt. “7 “ide Lippold,
weil die Berliner- noc: -wälftausend
uneingelöste Pfänder in nem Hause
hatten, seiner Vergiftur ungeklagt,
und in der Folge +.” glühenden
Zangen gezwickt, gerädert und gevierteilt
wurde. Ferner von einem
Kriegsgericht, das ein anderer
Hohenzoller über den eigenen Sohn
berief, um ihn zum Tode verurteilen
zu lassen, und schliesslich von einem
gebrochenen Königswert. um dessen
willen deutsche Jugenc, weil sie an
das Wort zu erinnern wagte, von