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Full text: Berliner Architekturwelt Issue 9.1907

oo Einen Wettbewerb betr, Entwürfe für den 
Neubau eines Realgymnasiums zu ßiasewitz erlief! 
der Gemeindevorstand für seihständige Architekten 
und Baumeister daselbst. Den I. Preis von goo M 
errang Herr Martin Pietzsch, den II. Preis von 
600 M. Herr Emil Scherz. Dem Preisgericht gehörten 
als Architekten an die Herren Kickeihayn und Prof. 
W. Kreis in Blasewitz, 
_1 Wettbewerb Brunnenkolonnade Karlsbad. Die 
Verfasser der zum Ankauf empfohlenen Entwürfe 
sind für: den Entwurf „Vier Brunnen“ Herr Prof. 
Jos, M, Olbrich in Darmstadt; den Entwurf „Lust 
wandelnden Schrittes“ Herr Ares). Alfred Casteiiiz 
in Wien; den Entwurf „Wettbad A“ Herr Arch. 
Artur Streit in Wien und den Entwurf „Colonnaden- 
turm“ Herr Arch, Georg Müller ln Leipzig. 
In einem engeren Wettbewerb zur Erlangung 
von Entwürfen für ein Mommsen-Denkmal für die 
Universität Berlin, zu dem 7 Künstler gegen eine 
Entschädigung von je 2000 M, eingeladen waren, 
siegte der Entwurf des Herrn Prof. Adolf Brütt ln 
Berlin. Das Material für das Denkmal ist Marmor; 
der Gelehrte ist sitzend dargestellt. Das Denkmal 
ilndet seine Aufstellung rechts vom Haupteingang 
im Vorhof der Universität gegen die Straße „Unter 
den Linden“, und wird ein Gegenstück zu einem 
geplanten Ranke-Denkmal. 
X In dem Wettbewerb betr. Entwürfe zu einem 
Kriegerdenkmal in Münster 1. W. wurde der I. Preis 
von 1000 M. dem Bildhauer Bernhard Ftydag ln 
Charlottenburg zuerkannt. Den II. Preis empfingen 
je zur Hälfte die Entwürfe von Reg.-Bmstr, Karl 
Moritz in Köln und Prof. F. Putzer in Darmstadt, 
Der Frydag’ache Entwurf wurde zur Ausführung 
empfohlen. 
X Das Bronzetor am Haupleingang des Mailänder 
Domes. Die Bronzetoren am mittleren Portal der 
Mailänder Dorafassade, die soeben enthüllt und 
eingeweiht wurden, sind nach dem in einem Wett 
bewerb preisgekrönten Entwürfe von Prof. Lud. 
Pogliaghi tn Mailand gefertigt und zeigen in gotischer 
Umrahmung Szenen aus dem Leben der Maria. 
Die Türen wiegen rund 17,75 t. 
Naturdenkmalpflege in Preußen, Das preußische 
Kultusministerium hat zur Förderung der Erhaltung 
von Naturdenkmälern im preussischen Staatsgebiete 
eine „staatliche Stelle für Naturdenkmalpflege“ er 
richtet, die einstweilen ihren Sitz In Danzig hat und 
von dem neu ernannten staatlicher) Kommissar für 
Naturdenkmalpflegei Professor Dr. Conwenz ver 
waltet wird. 
L; Ausstellung der Baupläne des Stiftes Kloster 
neuburg. Anläßlich der Hauptversammlung des 
Gesamtverbandes der deutschen Geschichts- und 
Altertums-Vereine, welche Ende September in Wien 
tagte, veranstaltete das Stift Klosterneuburg in 
seinem Prachtsaale eine Ausstellung der zum größten 
Teile erhaltenen Skizzen, Gesamt- und Einzetpläne, 
Verträge und Bauberichte von dem in. der ersten 
Hälfte des XVIII, Jahrhunderts errichteten Kloster 
neubau. Diese Sammlung gewährt einen tiefen 
Einblick in die Art der Bauausführung jener Zeit, 
Herr Professor Dr, Pauker, Konventuale des Stiftes, 
beschäftigt sich seit längerer Zeit eingehend mit 
dem Studium der Baugeschichte des Klosters und 
ist bereit, den Besuchern der Ausstellung jede 
wünschenswerte Auskunft zu erteilen. Die Ausstellung 
bleibt noch durch zwei bis drei Wochen geöffnet 
und ist an Montagen von 4 Uhr, an den übrigen 
Wochentagen von 3 Uhr nachmittags an allgemein 
zugänglich. 
0 In einem Wettbewerb des Vereins für nieder- 
sächsisches Volkstum unter bremischen Architekten, 
betr. Entwürfe für ländliche Schulgebäude liefen 
18 Arbeiten ein. Das Preisgericht, dem die Herren 
Hans am Ende, Gildemeister, E, Hoegg, Mehlhorn 
und Dr. Schäfer angehörten, sprach den I, Preis den 
Herren Eeg & Runge, den II, Preis Herr Karl Sehwatly, 
den III. Preis Herrn Fr. Alb. Zille und den IV. Preis 
wiederum Herrn K. Schwally zu. Drei Arbeiten des 
Herrn Reg -Bfhr. Krähn wurden mit einer lobenden 
Anerkennung bedacht, 
dz Einen Wettbewerb für das Empfangsgebäude des 
Hauptbahnhofs Leipzig hat die Königliche General- 
direktion der sächsischen Staatseisenbahnen zugleich 
im Namen der Königlich preußischen Staatsbahnver- 
waltung unter den Architekten des Deutschen Reiches 
ausgeschrieben, Bedingungen und Unterlagen können 
gegen Einsendung von zehn Mark vom Hauptbureau 
der Generaldirektion in Dresden bezogen werden. Die 
Preisentwürfe sind bis zum 15. April rqo? an die 
genannte Stelle einzureichen. Für die besten bedingungs 
gemäßen Entwürfe werden ausgesetzt: ein erster Preis 
von r5 000 Mark, ein zweiter von toooo und zwei 
dritte Preise von je 7500 Mark. Außerdem bleibt 
vorbehalten, weitere drei Entwürfe für 3000 Mark 
anzukaufen. Das Preisgericht besteht aus 25 Personen, 
davon sind 14 Fachmänner für Eisenbahnwesen und 
Eisenbahnbau, je zur Hälfte von der sächsischen und 
preußischen Regierung ernannt, ferner vier Vertreter 
der Stadtgemeinde Leipzig, die aus Anlaß der Bahn 
hofsbauten erhebliche Geldopfer zu bringen hat, sowie 
sieben deutsche Architekten, und zwar die Herren 
Oberbaurat Prof. Dr. Durm in Karlsruhe, Professor an 
der Technischen Hochschule Theodor Fischer in 
Stuttgart, Geh, Oberbaurat Prof, Hofmann in Darm- 
stadt, Geh. Baurat Stadtbaurat Prof. Dr. Licht in 
Leipzig, Geh. Baurat Franz Schwächten in Berlin, 
Prof. Dr. Friedrich Ritter v, Thiersch in München und 
König!, sächsischer Geh. Hofrat Kaiserlicher Geh. 
Baurat Prof. Dr. Wallot in Dresden,
        
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