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Full text: Berliner Architekturwelt Issue 9.1907

Die Ausführung des Damenzimmers von Architekt 
Arno Koernig, Add. n6 und 117, Heft 3, hatte die 
Firma Rudolph Hertzog in Berlin; der Entwurf zur 
Lichterkrone Abb. 154 ist von Architekt Arno Koernig 
(nicht Rudolf Wille), die Ausführung war Edm. Schulte 
(Inhaber Leopold Vorlaus) übertragen. 
X Protestantischer Kirchenbau. Der Dresdener Ar 
chitektenverein, der Sächsische Ingenieur- und Archi 
tektenverein, die Dresdner Kunstgenossenschaft, der 
Dresdner Kunstgewerbeverein, der Verein für kirchliche 
Kunst im Königreich Sachsen und die 3. Deutsche 
Kunstgewerbe-Ausstellung Dresden 1906 haben be 
schlossen, im Anschluß an den 1894 in Berlin abge 
haltenen und für die kirchliche Kunst so anregend ge 
wesenen und bedeutungsvollen I. Tag für protestanti 
schen Kirchenbau und weiter im Anschluß an die in 
Dresden vom Mai bis Oktober 190G eröffnete 3. Deut 
sche Kunstgewerbe-Ausstellung am 5. bis 7. September 
1906 einen II. Tag für protestantischen Kirchenbau 
abzuhalten. Das Evangelisch-lutherische Landes-Kon- 
sistorium für das Königreich Sachsen hat es übernom 
men, die deutschen Kirchenregierungen zu ersuchen, 
sich bei diesem Tage vertreten zu lassen; das kgl, 
Kultus-Ministerium hat sein Interesse an der Tagung 
bekundet. Hervorragende Männer Dresdens sind in 
den Ehren-Ausschuß für diesen Tag eingetreten. 
Zweck des Tages ist, eine Aussprache über die Frage 
der künstlerischen Gestaltung der evangelischen Kirche, 
sowie über die Stellung der Malerei, Bildnerei und des 
Kunstgewerbes innerhalb dieser Ausgestaltung zwischen 
Theologen, Künstlern und Kunstfreunden herbeizuführen, 
deren Ziel die Förderung eines zeitgemäßen kirchlichen 
Schaffens ist. 
Alle, denen das Blühen kirchlicher Kunst am Her 
zen liegt, sollten an den Beratungen teilnehmen. Als 
Mitgliedsbeitrag am Tage wird eine Gebühr von 3 Mk. 
erhoben. Der zu druckende stenographische Bericht 
wird an die Mitglieder des Tages unentgeltlich ge 
liefert werden. Mit dem Tage werden Führungen durch 
die Ausstellung und durch die evangelischen Kirchen 
Dresdens verbunden sein. In der kirchlichen Abteilung 
der 3. Deutschen Kunstgewerbe-Ausstellung findet sich 
ein reiches Anschauungsmaterial insofern, als dort ein 
evangelischer Kirchenraum (Arch. Prof. Fr. Schumacher), 
eine evangelische Sakristei (Arch. Kühn), ein Kon 
firmandensaal (Arch. Altherr), ein Kirchhof mit Kirch 
hofkapelle (Arch. M. H, Kühne), und ein Raum für 
kirchliche Kleinkunst, sowie daneben ein katholischer 
Kirchenraum (Arch. Bertsch), eine katholische Sakristei 
(derselbe), eine Synagoge (Dir. Frauberger), sowie 
endlich eine Abteilung für kirchliche Volkskunst (Prof. 
Seyffert) als Ausstellung«-Gegenstände hergestellt 
werden. Die Leitung der Sitzungen ist den Herren 
Ober-Konsistorialrat Superintendent D. Dr. Dibelius 
und Geh. Hofrat Prof. Dr. Gurlitt in Dresden über 
tragen worden. Ein Programm-Entwurf sieht folgende 
Punkte vor; 1, Eröffnung; 2. Kirche und Kunst; 
3. Achsiale Stellung von Altar, Kanzel und Orgel 
a) bei lutherischer, b) bei reformierter Observanz; 
4. Künstlerische Ausgestaltung der Kirchen, und zwar: 
a) Ausstattung des Raumes, b) das kirchliche Kunst- 
gewerbe; 5. Erhaltung und Erneuerung der Kirchen; 
6. Die Kirche im Stadtbild; 7. Die Dorfkirche und 
der Friedhof. Erweiterungen dieses Programmes sind 
jederzeit möglich, und Anregungen zur Abänderung 
desselben werden dankbar aufgenommen, Anmeldungen 
sind an die Geschäftsstelle des II. Tages für pro 
testantischen Kirchenbau, Dresden, Stübel-Allee No. 2 a, 
zu richten. Dem Orts-Ausschuß für den II. Tag für 
protestantischen Kirchenbau gehören an die Herren: 
Prof. Dr. Berling, Ober-Kons.-Rat Sup. D, Dr. Dibelius, 
Pastor Dröse, Ob.-Baukomm. a. D. Brt. Grüner, Geh. 
Hfrt. Prof. Dr. Gurlitt, Pastor Dr. Heber, Geh, Rat 
Prof. Lotichius, Arch. Reuter, Arch. Schleinitz, Geh, 
Hfrt. Prof. Dr. Treu. 
X Professor Johannes Otzen ist auch für das Jahr 
Oktober 1906 07 zum Präsidenten der Akademie der 
Künste gewählt worden.
        
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