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Full text: Berliner Architekturwelt Issue 8.1906

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% Der Bildhauer Professor Adolf Brütt erhielt 
einen Ruf nach Weimar. Er wird seine Lehrtätigkeit 
dort im Oktober beginnen. 
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(J) Zur Erlangung von Entwürfen für Bauernhäuser 
und einfache Bürgerhäuser im Regierungsbezirk Minden 
und im Fürstentum Schaumburg-Lippe wird unter 
deutschen Architekten ein Wettbewerb eröffnet. Es 
kommen fünf Preise zu 600, 500, 400, 300 und 200 Mark 
zur Verteilung. Der Regierungspräsident hat die Be 
fugnis, Zeichnungen nach freier Wahl zu einem von 
den Preisrichtern als angemessen bezeichneten Preise 
anzukaufen. Preisrichter sind: der Kgl. Regierungs 
präsident Dr. Kruse in Minden und in dessen Stell 
vertretung der Staatsminister Freiherr von Feilitzsch in 
Bückeburg. Regierungs- und Baurat Horn in Minden, 
Baurat Bächling in Bielefeld, Rentner Hugues in Min 
den, Landrat Freiherr von Ledebur in Lübbecke, 
Architekt Lütkemeycr in Bielefeld, Bankdirektor Osthofl 
in Bielefeld, Zimmermeister Schütte in Minden und 
Baurat Wunderlich in Bückeburg. Die Entwürfe sind 
spätestens zum 1. Oktober 1905, mittags 12 Uhr, post 
frei an das Botenmeisteramt der Kgl. Regierung in 
Minden einzusenden. Die näheren Bedingungen 
können bei dem Botenmeisteramt gegen Einsendung 
von 70 Pfg. in Briefmarken bezogen werden. 
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In dem Wettbewerb zur Erlangung von Bau 
skizzen für die Gestaltung der Bauten am Burgtor 
zingel in Lübeck ist der erste Preis dem Entwurf „1905“ 
des Landbauinspektors Erich Blunck in Nikolassee bei 
Potsdam und zwei zweite Preise dem Entwurf „R“, 
der Architekten Glogner und Vermehren in Lübeck und 
dem Entwurf „Stadtmauer“ des Regierungsbauführers 
Eggeling in Charlottenburg zuerkannt worden. 
V * 
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Q In dem Wettbewerb um Entwürfe zu dem 
Aschingerhotel am Potsdamerplatz in Berlin erhielten 
unter 57 Entwürfen den ersten Preis die Architekten 
Bielenberg & Moser in Berlin, den zweiten Preis die 
Architekten Reimer & Körte in Berlin, den dritten 
Preis Architekt Kopp in der Firma Börnstein & Kopp 
in Friedenau, den vierten Preis Architekt Schlüter in 
Gr. Lichterfelde und den fünften Preis Architekt O. Kuhl- 
mann in Charlotten bürg. Die Veröffentlichung dieses 
Wettbewerbes erfolgt in Heft 4. 
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* 
\ Der deutsche Künstlerbund hat die Villa Romana 
in Florenz, die etwa 10 Minuten vor der Porta Romana 
liegt, erworben. Es sollen in derselben Ateliers er 
richtet und diese statt der üblichen Medaillen auf den 
Ausstellungen des Bundes an jüngere wie ältere Künstler 
auf eine bestimmte Zeit hin verteilt werden. 
* * 
p Um die Verständigung zwischen dem Architekten 
und Maler bezüglich der bei einem Bau anzuwenden 
den Farben zu erleichtern, hat die Firma Paul Bau 
mann, Aue i Erzgeb., Farbenkartonkarten mit 360 
nummerierten Farbtönen hergestelU. Die „Bautnann- 
schen Farbenkartonkarten“ sollen dazu dienen, schnell 
und bequem jeden gewünschten Farbton anzugeben, 
sodaß das übliche Probestreichen erspart wird. Außer 
dem kann vermittels derselben die Gegenwirkung 
der Farben unter sich geprüft werden. In einer 
beigegebenen Skala ist für jeden Farbenton genau 
bemerkt, aus welcher Mischung die betreffende 
Farbe besteht. 
* * 
Ein stiller Wunsch so manches Amateur-Photo 
graphen ist der Besitz einer Kamera mit gutem An- 
astigmat, insbesondere eines Goerz-Objektives. Wer 
bisher vor der einmaligen hohen Barausgabe zurück 
schreckte, beachte den unserem heutigen Hefte bei 
liegenden Prospekt der Firma Stockig & Co., Dresden, 
Bodenbach, Zürich. Die von dieser Firma in Handel 
gebrachten Union^Kameras werden jetzt ausschließlich 
mit Anastigmaten der bekannten optischen Anstalten 
Goerz, Berlin und Meyer, Görlitz ausgerüstet.
        
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