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Full text: Berliner Architekturwelt Issue 7.1905

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A Zu Mitgliedern der Königl. Akademie der Künste 
sind folgende Berliner Künstler ernannt worden: der 
Bildhauer August Gaul, die Maler Friedrich Kalimorgen 
und Oskar Frenzei, der Kupferstecher Albert Krüger 
und der Architekt Alfred Messel. Zu auswärtigen Mit 
gliedern sind ernannt: Josef Israels, Anders Zorn und 
Heinrich Zügel. * 
-V An der Technischen Hochschule ist der Königl. 
Baurat Paul Graef als Privatdozent für das Lehrfach 
„farbige Dekorationen*' eingetreten, 
* 
$Für das Museum von Meisterwerken der Naturwissen 
schaft und Technik in München, das ;uf der Kohleninsel 
errichtet werden soll, hat Wilhelm von Siemens in Ver 
bindung mit den Firmen Siemens & Halske und Siemens- 
Schuckert-Werke die Summe von 50000 Mark gestiftet. 
* 
i£ Den großen Staatspreis der Königl. Akademie 
der Künste in Berlin gewann auf dem Gebiete der Bau 
kunst der Architekt Alexander Hohrat aus Witten a. d. 
Ruhr. * * 
X Zur Krlangung von künstlerischen Entwürfen für 
ein herrschaftliches Wohnhaus in Honnef a. Rh. wird 
ein Ideen-Wettbewerb ausgeschrieben. An Preisen sind 
ausgesetzt: ein erster Preis von 2000 Mark, ein zweiter 
Preis von 1500 Mark, ein dritter Preis von 1000 Mark. 
Für drei Ankäufe zu je 500 Mark ist die Summe von 
1500 Mark bestimmt worden. Das Preisrichteramt haben 
übernommen: Baurat Guckuck in Essen, Professor K. Hen- 
rici in Aachen, Hofrat Alexander Koch in Darmstadt, 
Regierungsrat Dr. ing. H. Muthesius in Berlin» Professor 
A. Schill in Düsseldorf, Baurat Wiebe und W. Girardet 
in Essen. Die Bedingungen können von W. Girardet, 
Essen (Ruhr), bezogen werden. 
+ Der landwirtschaftliche Verein für Rheinpreußen 
beabsichtigt, eine Anleitung zur Herstellung von Bauten 
im landwirtschaftlichen Kleinbetriebe herauszugeben. 
Um Sachverständige zur Bearbeitung dieser wichtigen 
Frage zu veranlassen, hat der Verein beschlossen, ein 
Preisausschreiben für Ratschläge zur Herstellung solcher 
Bauten mit Skizzen, Kostensanchlägen und Erläuterun 
gen unter Berücksichtigung der örtlichen Verhältnisse 
in der Niederung und den Gebirgsgegenden innerhalb 
der Rheinprovinz zu erlassen. Bswerbungen, die aus 
schließlich Niederungsgegenden oder Höhengegenden 
behandeln, sind zulässig. Zu berücksichtigen sind: 
1. Raumverhältnisse, a) Wohngebäude, b) Stallgebäude 
(Pferde, Kühe, Schweine, Kälber und Jungvieh), 
c) Scheune, Schuppen, Abort. 2. Baumaterial mit be 
sonderer Berücksichtigung der örtlichen Verhältnisse 
(Bruchsteine, Ziegelsteine, Fachwerk). 3. Baukonstruk 
tion (Massivgebäude, Fachwerkgebäude, Pisegebäude), 
4. Bedachung (Konstruktion und Material mit Rück 
sicht auf die Feuersicherheit. 5. Skizzen für Gebäude 
im einzelnen und ganze Gehöfte einschließlich Dünger 
stätte und Brunnen mit Kostenanschlägen für 3, 6 und 
9 Stück Großvieh. Der Text soll möglichst zusammen 
gedrängt und in kurzen, leicht verständlichen Sätzen 
so gehalten sein, daß er auch von dem einfachen Bauer 
verstanden werden kann. Es ist ein erster Preis von 
1000 Mark, zwei zweite Preise zu je 500 Mark und 
zwei dritte Preise zu je 250 Mark ausgesetzt. Ueber 
die Vergebung der Preise entscheidet die vom Zentral- 
vorstande des landwirtschaftlichen Vereins gewählte 
Kommission, zu der eine entsprechende Zahl Bau ver 
ständiger zugezogen wird. Die Bewerbungen sind bis 
zum 31, Dezember 1904 an das Präsidium des land 
wirtschaftlichen Vereins zu Bonn, Weberstraße 5g, zu 
richten. * * 
vt 
Q In dem Wettbewerb betr. den Neubau für die 
westpreußische Provinzial -Landschafts -Direktion in 
Danzig erhielt unter 144 Entwürfen den ersten Preis 
der Entwurf „Gudrun" des Architekten Kurt Hempel in 
Dresden, den zweiten Preis der Entwurf „Straff im 
Sistem" des Freiherm von Tettau in Berlin, je einen 
dritten Preis Architekt Dr. Wilhelm Jung in Schöne 
berg in Gemeinschaft mit Fritz Beyer in Berlin und 
Felix Krüger in Berlin. Zum Ankauf wurden die Ent 
würfe der Architekten Paul Speer in Berlin und Max 
Kümmel in Kassel vorgeschlagen. 
9 In v'ioco Sekunde Bewegungsmomente auf die licht 
empfindliche Platte zu fixieren» war bisher die Höchst 
leistung, die von der besten photographischen Camera 
verlangt wurde* Die Technik ist inzwischen rastlos 
fortgeschritten. Heute werden Cameras gebaut, die 
infolge ihrer Konstruktion und Optik Belichtungen bis 
zu J/Wo Sekunde ermöglichen. Es können mit diesen 
Apparaten Momente festgehalten werden, die dasmensch- 
liche Auge nicht im entferntesten wahrzunehmen im 
Stande ist. Die ersten Apparate dieser hohen Leistungs 
fähigkeit sind die bekannten „Union" - Cameras von 
Stockig & Co., Dresden-Bodenbach. Ein Prospekt liegt 
unserem heutigen Blatte bei.
        
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