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I. Ein geprügelter Hauswirth

Full text: Auf dem Stadtgericht / Salingré, Hermann

Ref. Sie k�nnenja nicht gradestehen.
Angetl. Ntch stehen? WasSie sagen! Deskommt
aberwiedervondesverdammtijeDr inken. Ick sageIhnen,
Herr Refendarius,ick sageIhnenblos, jew�hnenSle sichum
lotteswillendesDrinkenab � es is einznsch�ndlichesLaster.
Ref. Sie sind von Ihrem Wirthe verklagt,denselben
th�tlichbeleidigtzu haben.� Wie verh�ltsich das?
Angekl. Die Sacheis die: Ick kommeneilich Abends
nachHauseun willmir ebenvonMorvheu�enumarmenlassen� da tritt meinWirth zu mir in'sZimmeruu sagt:Brand,
SiesindimmerinBrandnn mirnoch zweeQuartaleMiethe
schuldig;entwederSiebezahlenjetzt oder ziehenaus!� I!sageick dadruf, rmtsschmei�enwollenSie mir � Siesind
ja 'n janz jemeinerMensch! MachenSieSchaafskopp,da�
Sieranskommen� oder ick schmei�eIhnenD�mlakdie Treppe
rnnter� SieEselvonWirth! Aber jeschimpfthabeick nich!
Er aberschriemir an: Was,oochnoch schimpfen?Entweder
Sie zahlenjetzt meineMiethe,oder Sie m�ssenraus!�
Da jriff ick in die Taschenn jab ihm
Ref. Die Miethe?
Angetl. Nee� eenenKatzenkopp!Ick mn�teihm dock
Was jeben.' Aber nn denkenSie si�), Herr Refendarium,
achtDagedruf triezeick eeneInjurientlageint Haus jcschickt,
wodriner behauptet,ick h�tteihm jeschlagen!
Ref. Allerdingshaben Sie das, wie Sie eben selbst
aussagten.
Angekl. Eenen�atzcntoppnennenSieschlagen?�
Allerdings,wennSieEenenhier sodieWorteim Munderumdrehen
drehenwollen� � denn mu� unserEenerUnrechtkriejen.
Ref. Sie haben �berdieseineu Menschengeschlagen,
der IhnennichtdasGeringstezu Leide that.
Angckl. Wat, nischtzn Leide dhat? Er hat mir ja
auf'sIr�bstebeleidigt!
Nef. Er hat nur seinGeld von Ihnenverlangt.
Angekl. Ebendrum! Schwererkann man mir jar
nich bcleidijen. WennEener leld von nzir fordert,bin ick
gleichdnrch nn durch Solferino� denn mu� ick znhan'n!
Ref. Sie werdenzn 10TbalernGeldbu�eund au�erdem
demnochzu vier WochenGef�ngni�vernrthcilt.
        
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