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IV. Ein theurer Braten

Full text: Auf dem Stadtgericht / Salingré, Hermann

Schneider. Na wasdennsonst;wennvonSchaafs^
k�pf die Rede ist,bin ich es dock. MadamSckr�pfkopflie�
mir Hnngerpotensangen,ich schnaubtedaheiRache.
Assessor.Und w�rgtenden Papagey?
Sckneider.Dasnickt, er stocktegradedenKopf dnrch
die Th�rspaltc,als ich die Stubcnth�rznmachcnwollte.
Assessor.Mithin habenSie ihn absichtlichgew�rgt.
Schneider.Absichtlich? Gott bewahre� reiner Znsall!
sall!ersah mir an, hauchtenoch einenSchaafskopfund
h�rteauf zu athmcn� ihm sckiendie Luft ausgegangenzu
sein,ick schnittihm daherden Hals ein wenigans, aber es
half nichts� die wolltenick wiederkommen!
Assessor.DaranfhabenSie ihn gebraten
Schneider.Nein,nnr auf eineBratpfannegelegtund
in den3)fengeschoben,ni ihn ein wenigzn erw�rmen;nu
denkenSieaber meinErstannen,als ich denPapageynach
dreiviertelStuudenransnchme,was findeich? den sch�nsten
G�nsebraten!
Assessor.Sie verzehrtenihn
Sckneider.Allerdings,und war noch beimVerzehren,
als Madam Eckr�pfkopfenin's Zimmerst�rzt und schreit:
Wasist das?� G�nsebraten,sageich.� Papagevbraten,sagt
sie, und nn war nnr's erst tlar, wasich gegessenbatte!
Assessor.Der Papageysoll zweiSprachengesprochen
habennnd hattenach Allgabeder Kl�gerineinenWerth von
4Friedricksd'or,die Sie ersetzenwerden.
Schneider.ZweiSprachen? Das bestreiteick, denn
er hat mir nicht ein Wort davongesagt.
Assessor.Es bleibtdabei,4Friedrichsd'orhabenSie
zn zahlen,jetzt k�nnenSiegehen.
Schneider.4 Friedrichsd'or,dassind�ber22Thaler�
der Papageywog'n Pfundterzwei� kost'tmir dasPfund
Fleisch11Dhaler. Donnerwetter,sinddastheureFleischpreise.
Da kann Unsereinerbcim bestenWillen keinenPapageybraten
mehr essen, lab.)
        
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