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[Hefte 23-30] 25. Heft: Eine Werkstatt

Full text: [Hefte 23-30]

5Werkstelle scheint! Die Ilaskugeln blitzen lauter
Diamanten, un zwar vom reinsten Wasser, als
ob ich jar keen armer Mann w�re. Die Sonne is
wirklich 'ne christliche Sonne, da se eben so freund-
lich in die Werkstelle eines Schusters wie in's Cabi-
net des K�nigs scheint. (Er nimmt sein K�ppchen ab
und blicktdurch's Fenster zum Himmel.) Iu'n Morjen,
lieber Iott! Wie jeht's, was machste? (setzt sein
K�ppchen wieder auf.) Nu wer'n wir bald jar nich
mehr einzuheitzen brauchen. Nu kommt bald der
flotte Junge, der Fr�hling, mit de jr�ne Hosen un
des Rosenbouquet vor de Brust (auf den Ofen deutend),
un denn �rjert sich der schwarze Drachen da inde Ecke,
det der liebe Iott uns arme B�rjer die W�rme um-
sonst jibt. Denn wat det Unjeth�m da, das alle Morjen
un alle Mittage sein jro�eS Maul ufrei�t, so 'n Win-
ter �ber vor Holz usfreffen kann, det is unjlaublich.
Un wem jeh�ren die jr�nen Walder da drau�en?
Uns Menschen! Un wer darf sich keenen Splitter
davon nehmen? Wir Menschen.
Bratscheck. Bei mir zu HauS, in B�mmen,
i�'n auch so!
Meister. Ja, viel Vorz�ge hat B�hmen nich
vor uns. Oestreich is ooch 'ne schone Iejend! (zum
Lehrburschen) Fritze, jibmir mal den Vogelbauer her;
Hanswurscht soll ooch de Sonne jenie�en. Hast'e
ihm schon frisch Wasser jejeben?
        
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