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[Hefte 23-30] 25. Heft: Eine Werkstatt

Full text: [Hefte 23-30]

4(Eine Schuhmacher-Werkstatt. Am Fenster links, auf
einer Erh�hung, sitzen vier arbeitende Gesellen; ihnen
zur Seite steht eine gro�e Wanduhr und ein altmodischer
Sorgenstuhl. Am andern Fenster schneidet der Meister
Leder zu; in der Ofen-Ecke sitzt der Lehrling aus dem
Schemel, �ber seinem Kopfe h�ngt ein Vogelbauer, in
welchem ein Staar umherh�pft. An der Wand rechts
Schranke mit Leisten, Lederzuschnitten lc., an der andern
gegen�ber prangen verschiedene werthlose Lithographien,
bunte Landschaften und Carricaturen. Aufden Schr�n-
ken Gypsfiguren: ein gro�er Jagdhund, Schiller's B�ste
und eine kleine Katze. Das Fenster des Meisters schm�-
cken mehrere Blument�pfe, von denen sich besonders ein
breiter Geranium und ein Goldlack heroorthun. Die
Wand hinter dem Meister bedecken eine Unzahl Maa�e,
eine schwarze Tafel und f�nf Tabackspfeifen. Gegen-
�ber h�ngen die R�cke der Gesellen und vierGlaskugeln.
Auf der Stubenth�r steht mit Kreide geschrieben:
�Th�ten wir, was wir sollten, Gott th�te,
was wir wollten." Der Boden des Zimmers istmit
frischem Sande bestreut. Morgens 7jUhr.)
Meister (brummt sich ein Liebchen bei der Arbeit).
Wenn's Singen nich erfunden w�re, w�r'S uf diesen
kleenen Stern jar nich auszuhalten. Ich m�chte
man blos wissen, ob se uf die andern Sterne ooch
singen. So! (er betrachtet seine Arbeit) Der Ieheime
Regierungsrath w�re nu ooch wieder zujeschnitten;
nanu will ich mirdie Commerzienr�thin zurecht schnei-
den, (reibt die H�nde) Wie sch�n die Sonne in de
        
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