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[Hefte 23-30] 23. Heft: Antigone in Berlin

Full text: [Hefte 23-30]

6Funke. Ich stimme Ihnen bei: nach diesem
Alterthum, dessen Geist wir leider nicht ganz
erfassen k�nnen, haben die j�mmerlichen sp�tern
Jahrhunderte eigentlich gar kein Recht zu eristiren.
Es ist nicht nur eine Schmach, da� wir so sind,
wie wir sind; es ist eine Schmach, da� wir
�berhaupt sind.
Philologe Bos. (dr�ckt ihm stumm und dank-
bar die Hand.)
Funke. Und wer war es denn, der die poe-
tischen Menscheng�tter aus dem sch�nen, sinnlichen
Himmel Griechenlands verjagte? Wer zerschlug
Cytherens Tempel ? Wer l�ste den heiligen G�r-
tel des sinnlichen Reizes?
�Einen zu bereiter� unter Allen
�Mu�te diese G�lterwelt vergeh� "�
und sie erbleichte in dem Strahlenglanze des Lichts,
das am Jordan aufging: Millionen sanken nie-
der in stiller Anbetung, und kein Ohr vernahm
Eure Weisheit, aus der entg�tterten Natur
gesch�pft !O Welt was bist du geworden !!
�
Philologe Bos. (seufzt und nickt beif�llig
mit dem Kopfe.)
Funke. Zwar: wenn wir an Shakspeare,
Schiller, G�the, Lessing, Calderon, Moliere
denken, und
Philologe Bos. Pfui! (Er dreht sich um.)
        
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