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[Hefte 23-30] 23. Heft: Antigone in Berlin

Full text: [Hefte 23-30]

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und auch sie wird den Heldengeist gebaren, der,
wie einst Lessing, allen alten Plunder aus dem
Tempel der deutschen Ehre und der deutscken
Treue hinausfegt und das d�rre Pfianzengestr�pp
ausj�tet, damit die junge Pflanzenwelt in desto
sch�nerer Bl�the sich entfalte.
Buchbinder. Da oben liegt schon eine vor-
nehme Frau in Ohnmacht. Die gute Frau hat
die Mode mitgemacht, versteht aber das Meiste
nich, mu� das Jahnen unterdr�cken, und ist nun
durch diese Anstrengung janz matt un schwachjeworden.
Funke. Unsere Frauen sollten sich am mei-
sten gegen die Wiederbelebung des Griechenthums
str�uben. Die sch�chterne Hoheit, der zarte Edel-
sinn, die geistige Sch�nheit des Weibes waren der
antiken Welt fremd; im Allgemeinen galt den
Alten das Weib nur als oberste Sklavin. Nur
dann, wenn es den Kreis der Weiblichkeit ver-
lie�, gewann es sich Achtung, oder, um mich ge-
linder auszudr�cken, nur mannliche Tugen-
den verehrte man im Weibe.
Piefke.
(kommt mit einem Stuhl aus derCoulisse und seht sich.)
Eine Flasche Bairisch Vieri
Publikum. Bravo, bravo!
        
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