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[Hefte 23-30] 23. Heft: Antigone in Berlin

Full text: [Hefte 23-30]

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schlagenen Tag liefen se uf de jriechsche Stra�en
umher, un sowie ihnen Eener wat erzahlte, so
machten se jleich 'ne ernste Miene un philosophir-
ten �ber die jew�hnlichsten Dinge Iott un de
Welt zusammen. Un des jing Alles so in einenjewissen Tact, den wir vor Verse un Musik hal-
ten, we�halb denn ooch unsere Currende entstand.
Was jetzt de Currende is, des war im Alterthum
des Chor.
Schlosser. Ne h�r 'mal, Bruder, Du irrst
Dir. Des is hier der Rath der Alten : Dieser
Chor stellt eijentlich des jriechsche Ministerium
vor. Des lief damals uf de Stra�e rum.
Klempner. Was mir �berjens am meisten
vom Chor wunderte, war des, da� er selber sagt,
er sey zu alt, un der K�nig sollte sich an die
J�ngeren wenden. Des is 'ne Tugend, die in
den sp�tern Jahrhunderten nich ofte vorjekommen
is. Wenn da en K�nig lauter Alten um sich
versammelte, die nischt mehr n�tzen konnten, denn
kamen se janz jem�thlich an, nahmen ihr Kies,
un lie�en sich'S nich de Spur einfallen, dem K�-
nig zu sagen, er m�ge sich an die kraftijere Ju-
gend wenden.
0�. Efef. (leise zu Ungeth�m.) H�ren Sie,
mein Lieber, Guter, unter uns gesagt, mich lang-
weilt diese Antigone auch ungemein. Aber das
        
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