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[Hefte 23-30] 28. Heft: Eine Volks-Jury in Berlin

Full text: [Hefte 23-30]

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bessern Br�ste, die hier schlagen: is schon abge-
stimmt. Wir wollen den Anjeklagten noch sitzen
lassen, damit er sieht, wie det dhut, wenn man blos
wegen Iedanken sitzen mu�.
�
Doch seh' ich nich ein,
worum wir so kurzen Proze� mit ihm machen sollen,
da Er immer so langen Proze� mit uns jemacht
hat! (Gel�chter; allgemeine Ginstimmung.)
Triesel (seinen Hut aufsetzend). Des is janz jut,
aber Knusprig, Spitzel, Zwecker un ich, wir sind
so aufgeregt, de� wir 'n paar Flaschen Wein drinkenjehen wollen, un ich hatte daruf jerechnet, de� der
Angeklagte in de Kosten verurtheilt werden
w�rde.
Brille (Hut und Mantel nehmend). Ich bin froh,
da� ich diese destructive Versammlung verlassen kann!
Ich rette mich wieder zur Loyalit�t.
Volle, (der das Fremdwort nicht verstanden hat).
Loyalit�t? Sagen Se mal, wat fri�t so 'n Biest,
so n Loyalit�t? (Brillegeht ohne Antwort ab.) Schla-
fen Se wohl, B�rger Brille! Wat det eigentlich
vor 'ne Brille sein mag? Ieschliffen, aber kurz-
sichtig. (Er nimmt seinen Hut ab und verbeugt sich vor
dem leeren Stuhle bei der Trib�ne.) Iu'n Nacht, An-
geklagter! Wir jehen jetzt essen un drinken und ver-
gn�gt find: nehmen Set nich �bel! Am�siren
Se sich jut alleene. Wenn Sie Hunger haben, soll
Ihnen der Wirth en paar heimliche Ierichte ruf-
        
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