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[Hefte 23-30] 28. Heft: Eine Volks-Jury in Berlin

Full text: [Hefte 23-30]

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Hellmuth. Ich erlaube mir noch, dem ange-
klagten Rechte gegen�ber, ihm einige Beschuldigungen
des nat�rlichen Rechtes zuzurufen. Das nat�rliche
Recht jedes Menschen ist, seine Gedanken nutzutheilen.
Das angeklagte Recht stopft ihm den Mund zu.
�
Das nat�rliche Recht eines jeden Menschen ist, durch
Arbeit Lohn undFreude zu haben. Das angeklagte Recht
stopft sich die Ohren zu.
�
Das nat�rliche Recht
jedes Menschen ist, auf seine eigene Weise fromm zu
sein, auf seine eigene Weise selig zu werden. Das
angeklagte Recht ist inhuman.
�
Das nat�rliche Recht
jedes Menschen ist, alle Menschen Br�der nennen zu
d�rfen. Das angeklagte Recht hat eine Bedienten-
seele und Tausend verschiedene Kr�mmungen seines
R�ckens.
�
Das na t�rliche Recht der Menschen ist die
Vereinigung. Das angeklagte Recht kriegt einen
Schreck, wenn M�nner zusammenkommen.
�
Das na-
t�rliche Recht des Menschen ist, seine �u�ere Ehre
der innern zu opfern. Das angeklagte Recht kennt
gar keine innere Ehre, und entzieht zwar die �u�ere
Ehre, ber�cksichtigt dieselbe aber nicht.
�
Das na-
t�rliche Recht der Gesellschaft ist, ihren Haushalt
zu f�hren. Das angeklagte Recht l��t diesen Punkt
fallen und � ist sehr wohlhabend.
�
Das nat�rliche
Recht der Gesellschaft ist, sich einzurichten, sich zu lei-
ten, Kummer und Freude gemeinschaftlich zu tragen,
und sich zu belohnen und zu bestrafen. Das ange-
klagte Recht zerst�rt die Gesellschaft und hat chine-
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