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[Hefte 23-30] 28. Heft: Eine Volks-Jury in Berlin

Full text: [Hefte 23-30]

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Bolle. Ne, des schickt sich ooch �ich, des jeht
von selbst.
Frischer. Unser treffliche B�rger Bergen wollte
noch einen Vortrag �ber heimliches Gericht hal-
ten; ich glaube aber, da� dies heutzutage nicht mehr
nothig ist. Die Scheu�lichkeiten desselben sind durch
Traditionen aus alter Zeit, und durch Zeitungs- und
Brosch�ren-Tradition aus neuer Zeit so popul�r ge-
worden, da� man unartigen Kindern nicht mehr zu-
ruft: Der schwarze Mann kommt! sondern: Du mu�t
vor ein heimliches Gericht!
Mehrere Stimmen. Ja! Ja!
Kiezo. Wenn der V�rjer Bergen f�r die heim-
lichen Ierichte sprechen will, so is es wohl n�thig,
denn wir haben es in Paris jesehen un sehen es heute
h ier, welchen Schkandal die Oeffentlichkeit macht.
Bolle. Der V�rjer Kiezo hat als Lohnbedienter
bei Schmausereien die Bratenreste in eine Nebenstube
zu dragen, un darum is es sehr nat�rlich, de� er
f�r die heimlichen Ierichte is.
(Tobendes Gel�chter.)
Kiezo. Der Victualienh�ndler Bolle kennt kn-
ien Ernst; ihm is Alles Wurscht!
(Gel�chter.)
Bolle. Mein Lieber, ick bin sehr ernst inwen-
dig, wenn ick ooch auswendig lache. Ick bejreife man
nich, worum man allen Ernst muckerhaft bedreiben
soll. Ick wollte �brijens, de� mir Alles Wurscht
        
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