Path:
[Hefte 23-30] 28. Heft: Eine Volks-Jury in Berlin

Full text: [Hefte 23-30]

22
Regierung? Die furchtbare Vehme des heimlichen
Gerichts ist aufgehoben, und gegenw�rtig arbeiten
t�chtige, vom Volk erw�hlte M�nner am neuen
Strafgesetzbuche. So gebe denn der gro�e Geist der
Geister seinen Segen auch f�r diese Reform! Die
Sonne der Aufkl�rung und der Liebe und den Regen
lebendiger Thatkraft! Aber noch ein anderer Regen
falle auf die Seelen der Leitenden und befruchte sie.
Der Regen aller Thr�nen, welche das heimliche und
starre Recht vergie�en lie�.
(Allgemeiner Beifall.)
Volle. Die Rede war jewi� sch�n, nich wahr,
B�rjer? (Auf Frischer deutend.) Denn erst hingen wir
an seinem Mund un zum Schlu� waren wir in sei-
nem Herzen. Wir find AlleFrischer jeworden.
Kiezo. Ich habe nich mitjeklatscht, weil ich
konservativ bin un die Rede nich konservativ war.
Spitzel. Sie haben nich mitjeklatscht, V�rjer
Lohnbediente Kiezo? Herrjee, Sie klatschen ja noch
mit! (Gel�chter.)
Frischer. B�rger Kiezo! (Alle find aufmerksam.)
Ich hatte einst eine Kuh, die mir zubr�llte, sie sei
conservatlv. Dennoch vernichtete sie Gras und
Kr�uter zwischen ihren Z�hnen
�
und Das gab
Milch. Nun aber wollte sie durchaus ihrem Prin-
cipe treu bleiben. Dadurch h�ufte sich die Milch der-
ma�en an, da� die Kuh erb�rmlich krank wurde und
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.