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[Hefte 23-30] 28. Heft: Eine Volks-Jury in Berlin

Full text: [Hefte 23-30]

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tom ist solche Wissenschaft, ein Uebel! Sie hat ihre
Grundideen, ihre Principien und sogar die meisten
Gesehe aus einer Welt geholt, in der Antigone
vermauert wird, weil sie ihren Bruder begraben will,
und in welcher Tausend poetische G�tter statt Eines
gro�en Gottes lebten; � und in eine Welt ge-
bracht, in welcher man nicht auf der Stra�e rauchen
darf, und einen Pa� haben mu�, um von Stolpe
nach Danzig zu reisen! AuS einer Welt, in welcher
Sclaven inTeiche geworfen wurden, um fettere Frosch-
keulen zu fressen;
�
in eine Welt, in welcher jeder
Hausknecht Hochedel geboren ist! Es ist dieselbe
edle Wissenschaft, welche fr�her Daumschrauben an-
legte, ic.lc. um durchaus dasjenige Geft�ndnl� herauszu-
quetschen, welches sie haben wollte, und die Heren
verbrannte
�
und gegenw�rtig solche Schriftsteller und
Dichter als Hexen betrachtet, welche Das offen aus-
sprechen, waS in Herz und Kopf und Mund der
V�lker seit Jahren lebendig ist. Aus allen diesen
Gr�nden und vorzugsweise darum, weil das nat�r-
liche Recht der Wissenschaft ewig voraus ist, weil das
schneckenlangsam kommende positive Gesetz Gef�hl und
Geist des Volkes niemals erreichen kann: darum mu�
das Volk �ffentlich durch seine Vertreter selbst die
Beleidigungen gegen die Gesellschaft richten. Denn,
ich wiederhole es: das Recht ist Herz und Wille der
Gesellschaft, die Strafe deren sittliches Uebereinkom-
men. Und wohin anders zielen die Thaten unfrer
        
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