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[Hefte 23-30] 28. Heft: Eine Volks-Jury in Berlin

Full text: [Hefte 23-30]

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licher M�he und Kramerei gewonnen, durch Auffin-
dung eines alten Pergamentes oder durch eine neue
Welt-Idee l�cherlich wird? Wenn wir uns in an-
dern Wissenschaften irren, was schadet's? Die Erde
drehte sich schon um die Sonne, bevor Galilei den
Jesuiten, welche die Bewegung Haffen, sein ber�hmtes
�Und sie bewegt sich doch!" zurief. Was aber die
Jurisprudenz irrt, das leiden wir, das zwingt sich
durch ihre dienstfertige Magd, die Pollzei, auf. Die
Naturwissenschaft, der wir Alles verdanken, hat
uns jetzt Eisenbahnen gegeben; die Jurisprudenz aber
gab uns von je nur krumme, stolprige Wege, bei
denen wir froh sind, wenn wir ohne zerbrochene F��e
wieder herauskommen. Die Juristen rufen selbst aus:
welche Masse von Gesetzen, welche L�cken; welches
Heer von schwelbesoldeten Beamten, welche Langsam-
keit der Rechtspflege; welcher Aufwand von Studien
und Gelehrsamkeit, welches Schwanken und welche
Unsicherheit in Theorie und Praxis! Allah, was
sollen Wir erst sagen, rufen und schreien, die wir
au�erhalb des Rechtes und innerhalb derjenigen Ge-
setze stehen, die wie Hagel �ber uns gekommen sind
und meist gegen unser heiligstes und sicherstes Ve-
wu�tseln streiten! Was ist eine Wissenschaft, die
viele, viele Jahrhunderte lang die Gesetze, nicht das
Recht, einer abgestorbenen und fremden Welt auf
unser deutsches, fortbl�hendes Leben pfropfte? Eine
Wissenschaft, die sich erst in zehn, zwanzig oder
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