Path:
[Hefte 23-30] 28. Heft: Eine Volks-Jury in Berlin

Full text: [Hefte 23-30]

6uns selbst gegeben haben, auf's Strengste gehalten
werden. Man hat mich hier zum Vorsitzenden ge-
w�hlt, darum bin ich der strafbarste Verbrecher, wenn
ich unser Gesetz nicht halte. Es ist sieben Uhr; die
Sitzung, welche durch keine Nachz�gler gest�rt werden
darf, beginnt.
Brille. Ich finde es nicht ganz in der Ord-
nung, da� wir uns immer B�rger nennen. Das er-
innert an eine Schreckenszeit, in....
Volle. Ach was, des erinnert an keene Schreckens-
zeit, sondern des erinnert uns blos daran, de� wir
B�rjer sind, de� wir zum Staat jeh�ren,- de�, wenn
der Staat krank iS, wir Schmerzen haben, un de�,
wenn der V�rier jesund un wohl is, der Staat ooch
nich in't Bette zu liejen braucht!
Spitzel. Ne! Denn wo der Staat zu viel ein-
nimmt, da is Er un der V�rjer krank.
Knusprig. Richtig! Un wenn dem B�rjer der
Kopp verbunden wird, denn is der Staat erscht recht
nich jesund.
v. Bergen. Hier kann das Wort B�rger an
keine SchreckenSzeit erinnern. Denn wir leben in
einem Staate, der selbst den Weg der Reformen ein-
geschlagen hat, um allem Unheil aus dem Wege zu
gehen. Ja, der Erste und Oberste unserer Regierung,
dem wir die Reformen verdanken, hat es selbst als
Wunsch ausgesprochen, da� sich Jeder im Volke B�r-
ger f�hlen und an den Interessen des Staats bethel-
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.