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[Hefte 23-30] 28. Heft: Bilder-Schilder oder Schilder-Bilder

Full text: [Hefte 23-30]

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DaS Volk m��te �brigens dabei seiner Laune
freien Z�gel schie�en lassen, und niemals daran den-
ken, sein Bild und seinen Vers vor den Richterstuhl
der Kritik zu bringen. Es wende sich ebensowenig,
zum Entwurf der Unterschriften, an Dichter und Ge-
lehrte: ihm selbst geh�re, was auf diese Weise pro-
ducirt wird. Fallen auch Schnitzer vor; sind Witz
und Poesie zuweilen auch mager: ich versichere den
B�rgern, da� Diejenigen, welche ihre Schilder be-
l�cheln werden, schon gr��ere Schnitzer und schlechtere
Verse gemacht haben und ihr Witz weit her ist,
das hei�t: veraltet, vertrocknet und gestohlen, nicht
berlinisch kr�ftig und frisch.
Au�er den Gasth�fen sollten auch die Gew�lbe
mit den Bildnissen ber�hmter deutscher M�nner
der Vorzeit und Gegenwart geschm�ckt sein, und
hier und dort mit geeigneten Citaten aus ihren Wer-
ken. Es w�re gar nicht �bel, wenn wir deu �alten
Fritzen" �fter als gegenw�rtig in Berlin bemerken
k�nnten; wenn uns Kaufleute, Fabrikanten und K�nst-
ler an die Erfinder ihrer Artikel erinnerten; wenn
�Luther", �Ulrich vwt H�tten", �Lessing", �B�rne"
lc. uns von Zeit zu Zeit finster oder heiter anblickten,
�berhaupt die Bilder unsrcr gro�en Dichter, Tonseher,
Maler und Volksm�nner das Nationalgef�hl erh�h-
ten, und zur Nachelferung anfeuerten; wenn Diese,
        
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