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[Hefte 23-30] 28. Heft: Bilder-Schilder oder Schilder-Bilder

Full text: [Hefte 23-30]

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lieber �die Stumme von Portici" w�hlen sollen, denn
die Elftere k�nnte plaudern. Wenn Du nicht in das
kleine Gew�lbe zum �Polen" willst, so erfrische Dich
in dem bekannten Vierhause �zu den drei Raben".
Schau Dir dort die �sch�ne Franz�sin" an, aber
vers�ume auch nicht den gefl�gelten Gott �Mercur".
Vor jener Apotheke werden dem �Tobias" die Augen
ausgewischt; ein Advocat und ein Regierungsbeamter
betrachten das Bild mit vieler Theilnahme. Hier ist
ein �Liguorianer", dort ein �Ungeheuer". Dort hei�t
es �zum sch�nen Schauspieler", hier �zum Hans-
wurst". Ein sehr interessantes und vielgenanntes
Wiener Bild ist �wie dcr Wolf den G�nsen predigt".
Ueberall ber�hren sich Heiligkeit und Spott. Por-
traits von F�rsten und Pfaffen, von T�nzerinnen
und Rittern sind in gro�er Menge vorhanden, aber
Dichter, Gelehrte und Volksm�nner sucht man ver-
gebens. Vielleicht werden sie sp�ter einmal gemalt
und aufgehangen werden."
Berlin hat noch wenige solcher Bilder und die
bis jetzt vorhandenen sind ebenfalls ohne tiefere Be-
deutung, ohne Witz und Gedankensch�rfe. Die Bil-
der aber vor Gew�lben ic. sind doch eine viel lieb-
lichere Bezeichnung als Nummern und darum ist der
rasche Fortgang damit recht zu w�nschen. Der Sch�n-
heit�
-
und Oeffelltlichkeits-Sinn deS Volkes wird da-
durch reger, besonders in Berlin, wo sich Dergleichen,
        
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