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[Hefte 23-30] 28. Heft: Bilder-Schilder oder Schilder-Bilder

Full text: [Hefte 23-30]

7schw�ren die Aechtheit ihrer franz�sischen Naare
(der Deutsche schw�rt h�chstens, da� seine Waare
nicht deutsch) und der im Hintergrunde stehende,
neidisch-boshafte Blicke auf die Scene werfende Eng-
l�nder besagt deutlich, da� ste es verwerfen, englische
Fabrikate zu liefern. Ist das nicht Nationalstolz und
zugleich acht franz�sisch? Sieben Figuren in Lebens-
gr��e und �zum Schwur!" und �ffentliche Anfeindung
einer andern Nationalit�t, und das Alles, um zum
Kaufe eines Shawls anzulocksn.
Auf einem andern Gem�lde empf�ngt ein Blu-
menm�dchen knieend den Brautkranz auS den H�n-
den eineS sch�nen Ritters, und dieS Schild-Bild
f�hrt uns in den Laden einer Putzmacherin. Ist
das nicht coquett, verf�hrend? Benutzt es nicht die
franz�sische Gleichheit der St�nde? Wenn ffch eine
unsrer ehrenwerthen und tugendhaften Putzmacherin-
nen erdreistete, solch ein Gem�lde auszuh�ngen, man
w�rde nicht in ihren Laven treten, sondern drau�en
Glossen �ber solche deutsche Ne5:�lli3nco machen; der
hohe Adel w�rde sich vielleicht beschwerend an die
Censur der hochl�blichen Polizei wenden und Gr�fin
Iva Hahn-Hahn sich f�r diese merkantile Canaillerie
durch einen neuen Roman r�chen.
Vor einem Laden ,in welchem Porzellan verkaust
wird, sieht man auf einem Gem�lde den Ehemann
im eleganten Schlafrocke seinen linken Arm um die
        
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